Schrey/Krumbach mit hervorragender Leistung im Mühlner-Porsche

Am letzten März Wochenende startete für das im belgischen Spa-Francorchamps ansässige Mühlner Motorsport Team die Saison 2007 mit dem ersten Lauf zur BFGoodrich Langstreckenmeisterschaft auf dem Nürburgring.

Michael Schrey (Wallenhorst) und Jochen Krumbach (Eschweiler) fuhren jenen Porsche 997 GT3 mit dem das Mühlner Team bereits 2006 die Wertungsgruppe H gewonnen hatte und der nun in der neu geschaffenen Klasse für 997 Cup Fahrzeuge gegen harte Konkurrenz antrat.

Krumbach fuhr bereits 2006 einmal im Mühlner Team, für Schrey war es der erste Einsatz für die seit Jahren gerade im Langstreckenbereich sehr erfolgreiche Mannschaft. Bereits in Freien Training am Freitag zeigte sich, dass die Konstellation aus den beiden Fahrern und der eingespielten Mechaniker Crew sehr harmonisch war und so ging man zuversichtlich ins Qualifying am Samstagmorgen.

Das 90-minütige Qualifying war erst von teilweise feuchter Strecke und dann von zahlreichen Unfällen und einer daraus resultierenden Unterbrechung gekennzeichnet. Daher war man bei Mühlner Motorsport mit einem dritten Startplatz auch zufrieden. \“Bei den heute vorherrschenden Bedingungen wollten wir kein unnötiges Risiko eingehen und haben uns nicht an einer aggressiven Zeitenjagd beteiligt\“, erklärt Teamchefin Renate-Carola Mühlner.

Krumbach fuhr den Startturn und bekam von Bernhard Mühlner die Anweisung, sich nicht in unnötige Auseinandersetzungen mit den beiden vor ihm liegenden Wettbewerbern verwickeln zu lassen. Er solle das Auto schonen, denn ein 4-Stunden-Rennen würde ja bekanntlich nicht in den ersten Runden entschieden. Dem gehorchend kam er dann auch als Dritter zum ersten Tankstopp um den problemlos laufenden Porsche an Schrey zu übergeben. Durch einen perfekten Boxenstopp verschaffte sich das Mühlner Team einen ersten Zeitvorteil.

Durch die homogene Fahrerpaarung im Mühlner Team ging dann die Strategie im zweiten Stint voll auf. Schrey fuhr erst die Lücke auf den Zweitplatzierten zu und als er diesen überholt hatte, blies er zur Attacke auf den bis dahin Führenden. Durch eine konstante und schnelle Runde nach der anderen näherte er sich und ging schließlich vorbei, so dass er als Erster zum zweiten Tankstopp an die Box kam.

Aus taktischen Gründen wurde dann entschieden, dass Schrey auch den Schlussturn fahren sollte, da er den Streckenzustand kannte und direkt weiter Feuer machen konnte. Alleine auf der Outrunde nach dem Stopp nahm er den Verfolgern, die auf andere Fahrer gewechselt hatten, die ihren Rhythmus noch nicht gefunden hatten, über 30 Sekunden ab und baute auch danach den Vorsprung kontinuierlich weiter aus.

Durch die über das ganze Rennen hinweg schnellen Rundenzeiten, lagen Krumbach und Schrey in derselben Runde wie der Gesamtführende auf einem hervorragenden fünften Gesamtrang von 170 gestarteten Fahrzeugen. Daher wurde Schrey nach der 26 Runde noch zu einem Splash and Dash Stopp an die Box beordert um dann nach 27 Rennrunden als Klassen- und Wertungsgruppensieger über die Ziellinie zu fahren.

\“Unser Porsche ist ohne das geringste Problem gelaufen, Michael und Jochen sind super schnell und zugleich sicher und unfallfrei unterwegs gewesen und last but not least hat sich unsere Strategie voll ausgezahlt\“, gab Bernhard Mühlner nach dem erfolgreichen Saisonauftakt zufrieden zu Protokoll.