Erstmals testete das Team von Captain Racing geschlossen für die neue Saison in der BFGoodrich Langstreckenmeisterschaft mit beiden Porsche und beiden Renault Clio. Bereits vor vielen Jahrzehnten galt das Wetter in der Eifel als unberechenbar. Wer sich in Punkto Kleidung alleine nach dem Kalender richtete, wurde vor Ort oftmals unliebsam überrascht. Während die Region am Nürburgring in den vergangenen Wochen mit schönstem Wetter aufwartete, sah es zum ersten inoffiziellen Testtag düster und grau aus. Nieselregen, für ein Rollout ok, für echte Abstimmungsarbeiten aber kaum geeignet.
So beschränkte sich das Team von Captain Racing auf das Rollout der vier angetretenen Rennwagen. Jörg Otto (Grevenbroich) und Christopher Gerhard (Viersen) testeten den Porsche 996 Cup, der in dieser Saison sowohl in der Langstreckenmeisterschaft als auch im ADAC 24h-Rennen zum Einsatz kommen wird. Speziell in den zehn Rennen der Langstreckenmeisterschaft erhoffen sich die beiden schnellen Piloten gegen starke Konkurrenz gute Chancen auf den Sieg. Nach seinem Test in Zolder, zeigte sich Gerhard auch auf der Nordschleife vom Fahrverhalten des Sportwagens begeistert. Technikchef Manfred Kilian zeigte sich über die fundierten Aussagen der neuen Fahrerpaarung dazu überaus erfreut.
Freude herrschte auch bei der zweiten Porsche-Fahrerbesatzung. Das Vater/Sohn Gespann Norbert Füchter und David Franzen setzt in diesem Jahr die Evolutionsstufe des letztjährigen 24h-Porsche 996 GT3 ein. Der mit Porsche 997-Technik versehene Sportwagen lag im 24h-Rennen 2006 zwischenzeitlich auf Rang fünf im Gesamtklassement. In diesem Jahr werden Vater und Sohn mit der für sie neuen 996-Evoversion versuchen im Gesamtklassement weit nach vorne zu fahren.
Weit nach vorne will auch „Axel Linther“. Der erfahrene Mann aus Korschenbroich startet mit dem neuen Renault Clio III, der in diesem Jahr von Mintgen Motorsport vorbereitet wird. Mit 1.050 kg Leergewicht, dank Kohlefasertüren, Hauben und Heckklappe erhofft sich „Linther“ vordere Plätze in der Klasse SP3 oder H2, je nachdem welche Klasse für Punkte stärker besetzt ist. Ebenfalls vor Ort war Sebastian Erkes der im Renault Clio II zahlreiche Trainingsrunden unternahm und als einer der wenigen die nasse Strecke mit einem süffisanten Grinsen quittierte. Der Frontgetriebene Renault spielt seine Stärken insbesondere im Regen aus, Erkes übte sich begeistert als BMW-Jäger.
Den nächsten Test vor der Saison absolviert das gesamte Team am 24. März im Rahmen der offiziellen Test- und Einstellfahrten der Langstreckenmeisterschaft.












