Der letzte Lauf in der BFGoodrich Langstreckenmeisterschaft hatte noch gar nicht richtig begonnen, da war er für den Porsche 993 RSR von Peter Mies auch schon beendet. Im Bereich Tiergarten hatte sich Peter Mies verschaltet und den Motor überdreht. „Ich hatte den dritten Gang voll ausgedreht und wollte in den vierten.“ Doch für Mies unbegreiflich kam er butterweich in den zweiten Gang. Allerdings gab es bereits schon morgens Probleme mit dem Getriebe. Während für die Spitze die Ampel auf Grün sprang, rollte der weiße RSR langsam in die Box.
Es war ein kurzer und trotzdem wehmütiger Abschied. Denn „Opa“ – wie der Wagen liebevoll vom Team genannt wird – war zum letzten Mal für die BFGoodrich-Langstreckenmeisterschaft gemeldet worden. „Nach drei Jahren mit dem 993 werden wir im nächsten Jahr etwas anderes einsetzen“, meinte Mies. Als ob sie diesem Abschied Tribut zollen wollten, schieden auch die anderen beiden 993 RSR noch in der ersten Runde aus.
Inzwischen haben schon die Spekulationen begonnen, in welchem Auto und mit wem Peter Mies die Saison 2007 bestreiten wird. Für die Streckensprecher galt es als sicher, dass ein am Freitag im Training zerstörter 996 GT3 RS der neue Einsatzwagen sei. Doch dies gehört genauso ins Reich der Gerüchte, wie die Aussage, der 993 RSR würde verkauft werden.
Zum Verkauf des Opa meinte er: „Das stimmt nicht. Wir werden den Wagen weiterhin nutzen.“ Das Team wird ab der kommenden Saison neben den beliebten Taxifahrten auch Lehrgänge anbieten. Dabei können die Teilnehmer dann auch den legendären Porsche selber fahren.
Was Peter Mies im nächsten Jahr einsetzt bleibt indes noch ungewiss. „Ich lasse mir alle Möglichkeiten offen.“ Denkbar ist ein Porsche 996 oder 997 GT3 Cup. „Vielleicht wird es aber auch ein ganz anderes Fabrikat.“ Langsamer als Opa wird es aber sicher nicht werden – eher schneller.












