Diesmal kein Glück für PZ-Willich Autos

„Das gehört halt zum Motorsport dazu“ Joachim Tünnesen, Geschäftsführer des Porsche Zentrums Willich nahm es gelassen. Die drei Teams, die mit Unterstützung aus Willich an den Start des letzten Laufes in der BFGoodrich Langstreckenmeisterschaft gegangen waren, kamen allesamt nicht ins Ziel. Nach den Erfolgen in der Saison ist das zwar kein schöner Abschluss, aber trotzdem bleibt eine positive Bilanz. Die insgesamt fünf Teams holten Klassen- und Wertungsgruppensiege und landeten immer wieder unter den Top 10 im Gesamtklassement. Der neunte und letzte Lauf in diesem Jahr blieb eine Ausnahme. Bei wechselhaften Wetterbedingungen schied ein Bolide nach dem anderen aus.

Als erstes erwischte es den Willicher Rennstall Inter Racing. In der ersten Kurve des Rennens knallte ein V8-Star ins Heck des GT3-R. Zwar versuchte das Team noch den Schaden zu beheben, doch das Fahrwerk des Boliden war so stark beschädigt, dass es nicht mehr ging. Frank Lorenzo, Harald Jacksties und Nils Bartels waren von Gesamtrang 15 in Rennen gegangen. Gleichzeitig war das Platz vier in der Klasse. Ein ordentliches Ergebnis, was das Team zum Abschluss der Saison noch ausbauen wollte. Denn dieser Lauf war zugleich der letzte Lauf auf Porsche für die Willicher. „Es steht noch nicht fest, was wir im letzten Jahr fahren, aber es wird kein Porsche mehr sein.“ Frank Lorenzo will eine neue Herausforderung, nachdem er mit seinem Team das Beste aus dem schwarz-roten Boliden geholt hat.

Auch im nächsten Jahr mit Porsche unterwegs sein wird AGON Motorsport. Zum letzten Mal brachte das Team von Jörn Schmidt-Staade die beiden 996 GT3 Cup an den Start. Ziel war es noch einmal ganz oben in der Cup4 zu landen. Lange Zeit sah es auch für beide Porsche sehr gut aus, bis an dem Wagen von Stefan Müller, Nico Unteregger und Thomas Koll die linke Antriebsachse brach und gewechselt werden musste. Mit Rückstand ging es wieder auf die Piste, doch ein Folgeschaden an der Achse beendete den Lauf. Stefan Müller und Thomas Koll pilotierten zusammen mit Jörn Schmidt-Staade auch den zweiten 996. 1 Stunde vor Schluss führte das Trio in der Klasse, als ausgerechnet Thomas Koll einen Unfall hatte. „Wann hatte Thomas zuletzt einen Unfall?“, Schmidt-Staade konnte es nicht fassen, dass einer der sichersten Fahrer in einen Crash verwickelt wurde.

Kleine Probleme an der Hinterachse gab es bei Steam Racing. Bereits relativ früh meldete Johannes Siegler die Probleme. Der Porsche brach immer wieder hinten aus. Beim Boxenstopp wechselte das Team die Reifen und Teamchef Michael Schratz kletterte ins Cockpit. Zunächst konnte Schratz problemlos fahren und Zeit und Plätze gut machen. „Es sind wahrscheinlich die Reifen gewesen“, vermuteten die Mechaniker an der Box. Doch plötzlich kam auch Schratz viel früher als erwartet rein: „Ich habe jetzt genau das gleiche Problem.“ Ein erster Check an der Hinterachse ließ keinen Fehler zu Tage kommen. „Ich denke, dass es irgendetwas am Differential ist“, meinte der Teamchef, der seinen weißen Boliden sicherheitshalber in der Box ließ.

Mit Sabine Schmitz und Klaus Abbelen, AGON Motorsport, Steam Racing und Mühlner Motorsport wird das Porsche Zentrum Willich in der kommenden Saison weiterhin 4 Teams unterstützen. Dem Willicher Rennstall Inter Racing wünscht das Porsche Zentrum viel Erfolg bei der neuen Herausforderung.