Die Taktik ging von Anfang an auf

„Es war ein tolles Rennen und hat mir viel Spaß gemacht“, ziemlich fertig aber glücklich war Ulfried Baumert nach dem neunten und gleichzeitig letzten Lauf in der BFGoodrich-Langstreckenmeisterschaft. Der Windecker war mit seinem BMW M3 E30 wieder als Solist angetreten und er hatte wirklich alles gegeben. „Meine Taktik hat von Anfang an funktioniert“, Baumert war zufrieden, dass trotz der Wetterkapriolen fast alles so funktioniert hatte, wie geplant.

Das Rennen wurde auf nasser Piste gestartet. Baumert ging von Platz 2 der Klasse ins Rennen. „Ich hatte mir vorgenommen mit nur einem Boxenstopp durch zu kommen.“ Runde für Runde kam er weiter nach vorne. „ Ich konnte auf der nassen Piste in den Kurven problemlos mit dem stärkeren Hyundai Coupe mithalten, nur auf den Geraden konnte er mir immer wieder davon ziehen“. Dabei kam ihm das Wetter entgegen. Auf Nässe fühlt sich Baumert so richtig wohl. Allerdings wurde es stetig trockener. „Ich bin noch auf Regenreifen gefahren, als einige schon Slicks hatten.“ Doch Baumert nutzte die feuchten Stellen neben der Ideallinie, um zahlreiche Konkurrenten zu überholen. „Die sind zum Teil auf den Slicks richtig vorsichtig über die Strecke geeiert.“

Baumert hatte allerdings ein kleines Problem mit dem Tank. Beim freien Training hatte der BMW Sprit verloren. Der Tank musste ausgebaut und repariert werden. „Dabei ist wahrscheinlich die Tauchpumpe im Tank kaputt gegangen.“ Die Folge: Der BMW bekam schon bei einem viertel vollem Tank Aussetzer. „An manchen Stellen ist mir das Auto komplett ausgegangen.“ Auf den letzten Drücker hat Baumert dann die Box angesteuert um zu tanken und auf Slicks zu wechseln. Das der Stopp sehr lang werden würde, war bereits vorher klar, da es immer noch nicht möglich ist, den BMW in normalem Tempo mit Sprit zu versorgen. Wie beim achten Lauf hat Baumert sieben zusätzliche Minuten an der Box verloren und wurde von Gesamtrang 24 auf 107 zurück gereicht.

Mit frischen Reifen und trotz eines leichten Regenschauers zwischendurch kämpfte er sich ohne weiteren Stopp wieder auf Platz 61 vor. In der Klasse war das zugleich der dritte Rang. „Ich bin trotzdem sehr zufrieden.“