Des einen Freud, des anderen Leid, das hatten wir in dieser Saison schon ein paar Mal. Traf es aber bisher öfter auf die Porsche Besatzung von Captain Racing zu, so drehte der Saisonabschluss der VLN 2006 alles wieder um.
Die beiden Porsche Piloten Jörg Otto (Grevenbroich) und Georg Weiss (Monschau) traten zum letzten Lauf auf dem Nürburgring gegen sechs starke Porsche Cup-Teams an und qualifizierten sich im verregneten Zeittraining mit einer Zeit von 9:03.908 Min gleich auf der Poleposition. Das bedeutete rund acht Sekunden Vorsprung auf den bestplatzierten AGON GT3 Porsche auf einer rutschigen und schmierigen Nordschleife. Wie sich das Team aber beim anstehenden vier Stunden Rennen des 31. DMV Münsterlandpokals würde schlagen können, war erst mal unklar, zu ungewiss wie das unstete Herbstwetter die Taktik der Teams durcheinander würfeln würde. Die Rennleitung deklarierte das Rennen deshalb auch wenig überraschend zum WET RACE, Regenreifen waren angesagt.
Jörg Otto kam nach dem umschlagen der Startampel auf grün auch gut von seiner 13. Position im Gesamtklassement weg, musste aber bereits in der Mercedes Arena dem kreiselnden V8star von Reinhold Mölig ausweichen. Schlechter traf es den folgenden Porsche 996 GT3 R von Inter Racing, der vom V8star regelrecht abgeschossen wurde. In den ersten Runden entwickelte sich ein hartes Gefecht mit dem von Platz zwei gestarteten AGON Motorsport Porsche, dem Jörg Otto irgendwann Platz eins überließ und sich in den Windschatten hängte. „Ich ließ mich ziehen. Da mich das ganze Wochenende eine Erkältung plagte, wollte ich mich nicht frühzeitig auspowern“ so der Grevenbroicher später. Nachdem der Regen aufhörte, trocknete auch die Ideallinie weiter ab, der Wechsel auf Slicks stand an. Nach 2 ½ Stunden Fahrt, musste Jörg Otto allerdings der Erkältung Tribut zollen, Übelkeit machte das Fahren zum Wagnis und Georg Weiss übernahm den Cup-Porsche wieder in Führung liegend. Nachdem die Positionen noch ein paar Mal wechselten, überquerte Weiss letztendlich glücklich, unter dem Jubel des gesamten Teams von Kilian Tuning, als Sieger der Klasse Cup4 die Ziellinie. Der zweite Sieg in diesem Jahr für Captain Racing und der verdiente Siegerkranz auf dem Podest für Jörg Otto und Georg Weiss. Manfred Kilian: „Die Zuverlässigkeit des Porsche, die unglaublich gute Leistung der Mechaniker und natürlich der Speed der beiden Piloten hat uns heute zum Sieg verholfen.“
Artur Erkes fuhr am vergangenen Wochenende dagegen mit einem neuen Partner. Lars Hyronimus steuerte bisher einen Mercedes 190 Evo I und startete im letzten Rennen der Saison zusammen mit Artur Erkes im von Mintgen Motorsport aufgebauten Renault Clio RS II. Da in der Klasse Cup2 Teilnehmermangel herrschte, starteten die beiden kurzerhand in der H2, in der sich eine Reihe Marken tummelten und der Mintgen Clio von Captain Racing mit einer Zeit von 10:12.112 Min Platz drei hinter einem Honda Civic Type-R und dem letztverbliebenen Opel Manta im Feld belegte. Elf Konkurrenten wollten Erkes und Hyronimus das Leben schwer machen. Nach dem Start setzte sich Erkes auch wie gewohnt in Front und schaffte sich einen Vorsprung von zwei Minuten auf den Zweitplatzierten, bevor ihn Vibrationen und Aussetzer zu zwei Boxenstopps zwangen. Ein gelöstes Kabel hatte die unfreiwilligen Pausen verursacht, nach dem Wechsel auf Hyronimus aber sorgte letztlich eine defekte Kupplung im Bereich Pflanzgarten für das Ende. Ausfall nur eine Runde vor Schluss.












