Was für eine Saison! Mit einem Zweiwagen-Team startete Bonnfinanz Motorsport in seine vierte komplette Rennsaison. Neu für das Team des Finanzdienstleister Bonnfinanz dabei die Verteilung auf zwei Rennfahrzeuge aus dem Hause BMW. Der langjährig erprobte BMW M3 E36 startete wie schon zwei Jahre zuvor in der Klasse V5, die Stammpiloten Thomas Ambiel und Thomas Brügmann starteten neben Oliver Rövenich aus Studien- bzw. beruflichen Gründen nur sporadisch. Neu mit Michael und Peter Bonk (Münster/Senden), sowie Oliver Rövenich (Merzenich) dagegen der vollkommen neu aufgebaute BMW M3 E46 in der Special-Klasse SP5. Als Testsaison begonnen, musste man drei Rennveranstaltungen auslassen, ein Angriff auf die Spitze erschien kaum möglich. Überraschend dagegen, wie schnell Bonnfinanz Motorsport die Spitze in der hart umkämpften Klasse attackieren konnte. Vier Siege standen bis zum letzten Rennen am vergangenen Wochenende bereits zu Buche. Im letzten Rennen wollte das ehrgeizige Firmensportteam des Bonner Finanzdienstleister die Führung in der Gesamtwertung der Klasse SP5 übernehmen.
Das verregnete Zeittraining sah denn auch noch erfolgreich aus. Poleposition vor den beiden BMW M3 von Airnergy Motorsport und dem MSC Ruhrblitz. Erst auf Rang vier der kampfstarke Volvo S60 von PSR Motorsport. „Wir konnten mit unseren Reifen den Angriff auf die Pole riskieren, Oliver errang Platz eins mit der schnellsten Zeit von 9:11.608 Min in der Klasse und Gesamtrang 16 bei 170 Fahrzeugen“ so Teamchef Dieter Rövenich nach dem Training. Herbstwetter in der Eifel, ein Fall für die Taktiker. Der Regen hatte zum Start hin aufgehört, trotzdem war die Fahrbahn der über 22 km langen Nordschleife an vielen Stellen noch nass. Die Rennleitung deklarierte das Rennen aus dem Grund als „Wet Race“, Regenreifen waren angesagt. Startfahrer Michael Bonk verteidigte gleich zu Anfang seine Führungsposition, nahm aber recht schnell Tempo raus, um das Fahrzeug bei den widrigen Bedingungen nicht zu gefährden. Da die Strecke mehr und mehr abtrocknete, verordnete der Teamchef bereits nach sechs Runden einen Boxenstopp mit Fahrerwechsel auf Oliver Rövenich. Vier Runden später allerdings wurde es im Boxenfunk hektisch, eine abgescherte Schraube hatte das Differenzial lahm gelegt und der Wagen musste an die Box zurückgebracht werden. Fast 90 Minuten Reparaturpause und anschließender Aufholjagd brachte Bonnfinanz Motorsport noch auf Rang fünf in der Klasse.
„Die Mechaniker von Bonk Motorsport haben einen fantastischen Job gemacht, andere hätten aufgegeben, aber nicht so unsere Jungs. Es sollte eigentlich nur ein Testjahr sein. Oliver Rövenich steht mit seinen Punkten aus den Klassen V5 und SP5 nun überraschend als zweitbester Fahrer fest. Wir können auf ihn und das Team sehr stolz sein“ so ein zufriedener Teamchef zum Schluss.












