Mehrmals Glück im Unglück

Nach dem Unfall beim siebten VLN-Lauf mussten die Karosseriebauer bei BIT-Racing ans Werk. Die Schäden konnten ohne Probleme bis zum 30. DMV 250 Meilen Rennen behoben werden, so dass der BMW 325i einsatzbereit am Freitag in die Box rollen konnte. Große technische Veränderungen waren in dem Zeitraum von zwei Wochen nicht möglich, zumal ja auch die Schäden behoben werden mussten. So beschränkte man sich auf Setup-Einstellungen. Mit dem technischen Berater des Teams, Ulli Packeisen, wurden kleine Veränderungen vorgenommen, um die Auswirkungen besser einschätzen zu können.

Die Freitags Einstellfahrt waren allerdings geprägt von Gelbphasen in diversen Streckenabschnitten und sehr starkem Nebel, der annähernde Renngeschwindigkeit kaum möglich machte. Der angestrebte Ertrag durch die Setup – Veränderungen kam leider nicht zustande.

Im Qualifyng ging man Samstag früh erst mal auf Nummer sicher und Frank Bierther und Adam Osieka drehten je eine gezeitete Runde um definitiv qualifiziert zu sein. Um sich noch weiter zu verbessern wechselte man die Reifen. Allerdings musste man erkennen, dass der BMW sich bei der schneller werdenden Strecke auf der Hinterachse etwas „zickig“ verhielt. Nach den ersten Runden folgte dann der Schock. Als Frank Bierther sich auf einer neuen schnellen Runde befand, brach in der Mutlinks- Kurve des Streckenabschnitt s Kesselchen das Heck des BMWs aus. Glück im Unglück hatte das Team, denn der Wagen schlug nirgends ein und überstand die spektakuläre Einlage ohne Schaden. Deshalb überwog die Erleichterung das Fahrer und Auto nichts passiert waren, der Ernüchterung über die verlorene Rundenzeit und den achten Platz von 14 Starten in der Klasse. Aus den Videoaufzeichnungen erkannte man auch den Grund. Frank war beim Ausholen und Einlenken mit dem Hinterrad von der Strecke gekommen und konnte das Auto so nicht mehr kontrollieren.

Beim Start pilotierte Frank den BMW 325i V4. Der Start verlief dieses Mal wesentlich besser als beim letzten Lauf. Die Position konnte gehalten werden und in den nächsten 2 Runden konnten auch schon einige Plätze gut gemacht werden. Ab dem Schwalbenschwanz trat plötzlich ein starkes, lautes und metallisches Geräusch auf. Zur Sicherheit ging es erstmal langsam zurück an die Box. Hier wurde das Auto aufgebockt und in Zusammenarbeit mit den Mechanikern von Ring-Racing und Tischner-Motorsport der Schaden behoben. Bei dieser Reparatur hatte sich Ulli Packeisen eine Ehrenurkunde für seine sportliche Einlage verdient. Von seiner Box 7 sprintete er zur BIT-Racing Box 31 am Ende der Boxengasse und warf sich mutig unter das Auto um dem Team, wie so oft, mit Rat und Tat zur Seite zu stehen.

Die Reparaturpause kostete leider einige Zeit, so dass BIT-Racing dem Feld erst einmal hinterher eilen musste. Bis zum nächsten Tankstopp konnten jedoch einige Plätze wieder gut gemacht werden. Danach übernahm Adam Osieka den Wagen bis zum Ende des Rennens. Zunächst verlief alles ohne Probleme, bis er über Funk meldete er habe Probleme mit Motor-Aussetzern. Ab dem Pflanzgarten rettete er das Auto wieder langsam in die Box. Nach dem Auftanken gab es keine Probleme mehr. Grund für die Aussetzer war ein kleiner, aber fast folgenschwerer Fehler in der Datenaufzeichnung. Adam Osieka blieb deshalb irrtümlicher weise eine Runde zu lange auf der Strecke. Zwangsläufig wurde der Sprit immer knapper. Auch hier hatte das Team mal wieder Glück im Unglück. Die Zeit des Unglücks war nun endlich vorbei und Adam lieferte sich noch bis zum Ende des Rennens einen schönen Kampf mit dem BMW von Reiner Habeth und Roland Dietz und fuhr dabei auch die bisher schnellste Runde mit einer Zeit von 10.08 Minuten. Die Zeit zeigt was mit dem BMW 325i alles möglich ist.

Fazit für dieses Rennen: Es hätte wesentlich besser laufen können. Es hätte aber auch wesentlich schlimmer kommen können. Grund genug für BIT-Racing alle Kräfte zu mobilisieren, um beim letzten Rennen die Saison mit erfreulichem Ergebnis abzuschließen.