Nur ein Kabelbruch in der sechsten Rennrunde konnte den Aufwärtstrend im Team Scheid Motorsport aus Kottenborn stoppen. Bis dahin konnte Startfahrer Oliver Kainz in der Spitzengruppe mitmischen.
Bereits der Trainingsplatz 6 mit einer Rundenzeit von 08:45,036 min. zeigte deutlich die Verbesserungen, die Teamchef Johannes Scheid nach dem etwas enttäuschenden Rennen zuvor hatte einfließen lassen. „Und es wäre auch durchaus noch etwas schneller gegangen“, wusste der 37-jährige Oliver Kainz nach seiner schnellsten Trainingsrunde zu berichten. „Aber ich hatte eine sehr langsame Gelbphase mit drin, sonst wäre es sicherlich auch unter 08:40 gegangen.“
In der Startphase konnte sich Oliver Kainz dann auf Gesamtrang 5 festsetzen. „Dabei konnte ich in den ersten drei Rennrunden den Speed von Christopher Gerhard in der Viper mitgehen und selbst zum Getrag-BMW noch Sichtkontakt halten. Die Reifen hatten einen sensationell guten Grip aufgebaut, so dass ich dieses Tempo auch nicht nur eine Runde lang, sondern beständig mitgehen konnte.“
Doch ab der vierten Runde kam es zu immer stärker werdenden Zündaussetzern, so dass Oliver Kainz den Kontakt zur Viper verlor und vom später Drittplatzierten V8 STAR mit Reinhold Mölig am Steuer geschnappt wurde. „Diesen hätten wir sicherlich hinter uns halten können, aber hätte, wenn und aber zählt nun mal im Motorsport nicht.“
In der sechsten Runde wurden die Aussetzer so schlimm, dass Oliver Kainz die Boxen aufsuchte. Die Fehlersuche gestaltete sich etwas länger, bis die Spezialisten von FEV-Racing ein defektes Zündkabel in der linken Zylinderreihe diagnostizierten. Drei Runden und somit das Rennen waren verloren.
Die anschließenden Runden wurden genutzt, um weitere Tests am Eifelblitz durchzuführen, um beim letzten Lauf am 28.10. die letzte Chance auf eine Podiumsplatzierung wahrnehmen zu können.
„Und der Wagen ging wirklich gut, vor allem die Reifen hatten von der ersten bis zur letzten Runde richtig guten Grip“, konnte Dennis Rostek nach dem Rennen bereits etwas Optimismus für den letzten Lauf streuen.
Auch Johannes Scheid konnte mit Rundenzeiten unter 09:00 min. zeigen, dass sein selbst aufgebauter Eifelblitz eigentlich für eine Podiumsplatzierung gut gewesen wäre. „Es hat wieder richtig Spaß gemacht, der Defekt ist wirklich ärgerlich.“
Die Glückwünsche des Johannes Scheid galten an diesem Tag den neuen Meistern Wolf Silvester und Mario Merten, der ja selber jahrelang sehr erfolgreich im Team Scheid als Fahrer unterwegs war. „Das Team von Bonk Motorsport hat wieder mal tolle Arbeit geleistet und verdient den Titel gewonnen. Glückwunsch natürlich ans gesamte Team und an die beiden Fahrer Wolf und Mario“, weiß der fünfmalige VLN-Meister Johannes Scheid von der Bedeutung des Titelgewinns.
“Wir werden alles daran setzen, dass wir beim letzten Rennen vielleicht doch noch mal aufs Podium fahren können, um die Saison so abzuschließen, wie sie im April mit Platz 3 auch begonnen hat. Für das gesamte Team wäre dies eine kleine Entschädigung für diese doch sehr, sehr schwierige Saison mit einigen Tiefschlägen“, hofft auch Johannes Scheid auf ein versöhnliches Ende der Saison 2006.












