Aus in der letzten Runde

„Die Zeit des Testens ist vorbei“, Dirk Lehn (Saulheim) gab die Marschroute für den schwarz-weißen Boliden vor. Zwei Rennen vor Saisonende ist der Porsche Cayman CSR konkurrenzfähig. Der von MD-Sportwagen aufgebaute Porsche wurde zur Saisonmitte fertig und seit dem kontinuierlich verbessert. „Es gab zahlreiche Tests mit dem Fahrwerk und der Aerodynamik“, erklärte Christoph Eicker (Pommersfelden). Gemeinsam mit Hankook wurden die richtigen Reifen gefunden und vor allem der dritte Fahrer Matthias Teich (Heiligkreuzsteinach) lieferte wichtige Erfahrungsberichte bei den Einsätzen auf der Nordschleife.

Beim achten Lauf zur BFGoodrich Langstreckenmeisterschaft galt es also erstmals sich auf die Platzierung zu konzentrieren. Mit 9 Minuten und 18 Sekunden schaffte das Fahrertrio den Sprung auf Platz vier in der Klasse SP6 und Startplatz 24 im Gesamtklassement. Ein Ergebnis auf das die Fahrer aufbauen wollten. Besonders erfreulich: mit diesem Startplatz war der Wagen gleichzeitig der schnellste Cayman im Feld.

Es folgte ein 4-Stunden Rennen mit Höhen und Tiefen. Von Beginn an machte das Team Druck nach vorne. Startfahrer Teich wusste, dass er sich so weit, wie möglich nach vorne schieben musste, da seine beiden Teamkollegen etwas langsamer unterwegs seien würden. Beim ersten Tanken nach acht Runden gab es dann den ersten kleinen Rückschlag. In der Box herrschte Rushhour und das Team bekam nicht sofort eine freie Zapfsäule. Rund zwei endlos lange Minuten vergingen, bevor endlich aufgetankt werden konnte. „Das darf doch nicht war sein“, wetterte Teich, der zu Recht stinksauer war.

Beim zweiten Tankstopp hatte das Team dann mehr Glück und der Wagen konnte sofort abgefertigt werden. Auch Eicker und Lehn machten ihre Sache ordentlich, bis eine Runde vor Ende der Motor plötzlich keinen Sprit mehr bekam. „Der Tank kann nicht leer sein“, meinte Eicker, der an Box auf Informationen wartete. Später stellte sich heraus, dass sich vermutlich eine Benzinpumpe verabschiedete hat. „Das ist schon sehr ärgerlich, besonders, weil wir gut unterwegs waren“, sagte Dirk Lehn. Der Defekt dürfte bis zum nächsten Lauf am 28. Oktober wieder behoben sein. Dann ist das Saisonfinale auf dem Nürburgring.