Nach dem Doppelsieg in der Wertungsgruppe H beim vorigen Lauf zur BFGoodrich Langstreckenmeisterschaft suchte das im belgischen Spa-Francorchamps ansässige Mühlner Motorsport Team eine neue Herausforderung und brachte einen seiner beiden Porsche 997 aus dem Porsche Supercup, die nach dem Saisonfinale Anfang September in Monza für den Einsatz auf der Nürburgring Nordschleife, der wohl härtesten Rennstrecke der Welt, umgebaut worden waren, beim 30. DMV-250-Meilen-Rennen auf dem Nürburgring diesmal in der SP Klasse an den Start.
Für Jochen Krumbach (Eschweiler) und Tom Cloet (Belgien) war es der erste Start für das Mühlner Team. Krumbach, ein anerkannter Nordschleifen Kenner, startete erstmalig auf einem Porsche und Tom Cloet, der über viel Erfahrung mit GT Fahrzeugen verfügt, war bisher lediglich ein Rennen auf der Nordschleife gefahren. Darüber hinaus mussten Reglements bedingt 100kg Ballast in den Porsche geladen werden, um dem in der Klasse SP7 vorgeschriebenen Mindestgewicht zu entsprechen.
Alles in Allem keine guten Voraussetzungen für ein erfolgreiches Ergebnis. „Unser Start in der SP7 soll uns Erkenntnisse liefern, die wir für die Klassenauswahl in der kommenden Saison benötigen. Und mit Jochen und Tom würden wir gerne 2007 zusammenarbeiten. Insofern steht für uns die Vorbereitung der nächsten Saison klar im Vordergrund, “ erläuterte Teamchef Bernhard Mühlner die Hintergründe.
Doch bereits im Zeittraining änderte sich die Erwartungshaltung, als Krumbach nach seiner ersten fliegenden Runde auf dem Zeitenmonitor den zweiten Platz einnahm. Auch Cloet fuhr solide Rundenzeiten. Als dann gegen Ende des Trainings alle Rundenzeiten wegen der besseren Streckenverhältnisse schneller wurden, schickte das Team Krumbach mit frischen Reifen erneut auf die Zeitenjagd. Krumbach lieferte prompt und brannte eine Superrundenzeit von 8:50:3min in den Asphalt.
Krumbach fuhr dann auch den Startturn und lag als er zum ersten Tankstopp kam bereits auf dem dritten Rang der Klasse und auf dem 6. Platz im Gesamtklassement. Bedingt durch den kleineren Tank des Supercup Porsche, fand der Stopp früher als bei den Wettbewerbern statt und das Mühlner Team fiel bis auf den 14. Platz zurück. Cloet fuhr dann durch konstant schnelle Rundenzeiten wieder auf Platz drei in der Klasse und den 7. Gesamtrang vor. Schließlich übergab der den Porsche für den Schlußturn wieder an Krumbach, der dann schlussendlich nach 4 Stunden als Zweiter in der Klasse und Fünfter im Gesamtklassement die Schwarz-Weiß-Karierte Flagge sah.
„Die Nürburgring Nordschleife ist eine phantastische Rennstrecke und ich bin dort gleich beim ersten Rennen mit dem Porsche von Mühlner Motorsport sehr gut klar gekommen. Es hat mir viel Spaß gemacht und wir haben einen tollen Erfolg eingefahren“, gibt der sehr zufriedene Tom Cloet nach dem Rennen zu Protokoll.
Auch Jochen Krumbach war nach der Zieldurchfahrt total happy: „Der Mühlner Porsche hat ein super gutes Fahrwerk, es ist ideal auf die Belange der Nürburgring Nordschleife abgestimmt. Ich habe mich direkt sehr wohl gefühlt und konnte sofort richtig Gas geben. Alles ist perfekt gelaufen.“
„Der zweite Platz in der Klasse SP7, aus der ja fast immer der Gesamtsieger kommt, ist grandios. Unsere Wettbewerber haben bis zu 100PS mehr unter der Haube und riesige Flügel, Diffuser sowie Downforce bringende Unterböden. Wir haben aber ein sehr gutes Fahrwerk und unsere beiden Fahrer haben es auf der Strecke super gut umgesetzt. Die Vorbereitung des Fahrzeugs, dass ohne das geringste Problem durchfuhr, die schnellen Boxenstopps und die richtige Strategie haben ein Übriges getan und so konnten wir als Underdogs ein sehr gutes Ergebnis auch im Gesamtklassement einfahren,“ analysiert Mühlner nach dem Rennen.












