Mäder/Renger verteidigen Titel im Honda S2000-Cup

Beim neunten Lauf des Honda S2000-Cups im Rahmen der BFGoodrich Langstreckenmeisterschaft auf dem Nürburgring fiel die Titelentscheidung. Im Honda S2000-Cup holten sich Andreas Mäder/Reinhold Renger (Großkugel/Rothenburg) den siebten Saisonsieg und stehen damit uneinholbar in der Meisterschaftstabelle vorn. Matthias Holle/Wolfgang Weber (Diez/Adelmannsfelden), die von der Pole gestartet waren, schieden nach drei Stunden aus. Markus Fugel/Ruben Zeltner (Chemnitz/Lichtenstein) festigten durch ihren zweiten Platz diese Position in der Cup-Wertung.
Zwar ließ sich die Sonne an diesem Tag in der Eifel entschuldigen: Aber wenigstens war es trocken, als die acht Honda S2000 das Zeittraining aufnahmen. Den schon zur Tradition gewordenen Kampf um die Pole Position zwischen Mäder/Renger und Holle/Weber entschieden diesmal die Letztgenannten für sich. Die 9:23.969 Minuten bedeuteten für Holle/Weber gleichzeitig Saisonbestzeit: „Das Auto war einfach phantastisch.“ Mäder/Renger lagen nicht weit zurück. Die 9:26.975 Minuten war für das Team ebenfalls die beste Runde in diesem Jahr. Mäder: „Wir hatten heute einfach schnelles Wetter. Auf den letzten Angriff haben wir dann verzichtet und lieber Reifen für das Rennen angefahren.“

Der Zweikampf der beiden Teams im Rennen entwickelte sich diesmal nach einem anderen Rhythmus. Holle fuhr den Startturn und konnte die Spitzenposition gegen den schnelleren Renger zwei Runden lang halten, auch weil dieser sich in der ersten Kurve gedreht hatte. Danach bauten Mäder/Renger kontinuierlich die Führung aus. Bis zu den Fahrerwechseln lagen sie gut 90 Sekunden vorn. Holle war noch optimistisch: „Ich hoffe, wir können den Rückstand in der zweiten Rennhälfte gutmachen.“ Wenig später war es mit der Hoffnung vorbei. Der Honda rollte mit technischen Defekt am Streckenrand aus. Mäder/Renger mussten in der Folge nur noch das Rennen zu Ende fahren, um ihre Titelverteidigung perfekt zu machen. Im Ziel herrschte großer Jubel. Renger: „Es ist einfach toll, den Cup erneut zu gewinnen. Wir freuen uns riesig. Wichtig war für uns in diesem Jahr, dass wir nicht nur schnell waren, sondern dass das Auto auch unheimlich zuverlässig war.“

Fugel/Zeltner kamen wieder auf Platz zwei. Fugel freute sich im Ziel: „Wir werden immer schneller und konnten den Abstand zu den beiden führenden Teams verkleinern. Jetzt wollen wir auch den zweiten Platz im Cup.“ Platz drei belegten Karl Pflanz/Steffen Wethmar (Schorndorf/Solingen), die durch einige kleinere Reparaturen viel Zeit in der Box verloren.

Zwei neue Gesichter gab es an diesem Tag im Honda S2000-Cup zu sehen. Jörg Bernhard aus Heidelberg fuhr bei seiner Premiere ein fehlerfreies Rennen: „Ich habe ein heckgetriebenes Auto für die Langstrecke gesucht und den Honda S2000 gefunden. Für den ersten Versuch war es recht ordentlich, aber am Auto muss noch einiges gemacht werden. Ich habe nur einen 45-Liter-Tank und die Bremsen sind noch serienmäßig.“ Auch das das Duo Heinz Schmersal/Stefan Schlesack (Wuppertal/Remscheid) kam ins Ziel. Smersal, der aus dem historischen Tourenwagensport kommt, hatte den Roadster kurzfristig aus den Beständen von Honda Racing gekauft und erstmals eingesetzt. Walter Nawotka/Gerd Grundmann (Cuxhaven) verabschiedeten sich nach einer Runde mit einem Motordefekt. Kurt Lotz/Mayk Wienkötter (Wiesbaden/Mainz) mussten wenig später mit einer gebrochenen Benzinleitung aufgeben.