Das war ein Rennen, das die Fans von den Sitzschalen riss und beim Team für erhöhte Herzfrequenz sorgte: Das schnelle Vater-Sohn-Gespann aus Peter und Chris Mamerow holte am vergangenen Wochenende beim achten Lauf der Langstreckenmeisterschaft auf dem Nürburgring (VLN) die zweite Position. In einem aufregenden Rennen mussten sie sich nur dem derzeit bärenstarken Porsche des Land-Teams beugen. Dabei hatte es noch im Qualifying eher durchwachsen ausgesehen: Die anfangs noch nasse Strecke trocknete erst während der Trainingssession ab.
„Es war abzusehen, dass die letzte Trainingsrunde die schnellste sein würde“, erklärt Teamchef Peter Mamerow. Allerdings rollte der Porsche 911 GT3 RS zwei Sekunden zu spät über die Ziellinie – eine letzte schnelle Runde blieb dem Team verwehrt, während gleich neun Teams den bis dahin Führenden von der Spitze verdrängen konnten: Nur der unbefriedigende Startplatz zehn blieb der Mannschaft aus Castrop-Rauxel. Im Rennen war das Team um so erfolgreicher. Bereits nach der ersten Kurve hatte sich Chris Mamerow bis auf Rang vier nach vorne gearbeitet.
„In den ersten beiden Runden konnte ich mich dann auch am Alzen- und am Manthey-Porsche vorbeiarbeiten“, grinst Startfahrer Chris Mamerow. Mit einer konstanten Fahrleistung lag das Team bis wenige Runden vor Schluss hervorragend, als der Youngster bei einem Überrundungsduell geradeaus rutschte. „Ich musste zum Sicherheitscheck an die Box und verlor zwei Plätze“, schildert er. „Danach begann die Aufholjagd. Ich bin gefahren als ginge es um mein Leben und arbeitete mich schließlich bis auf den zweiten Platz zurück. Dann das Unglaubliche: Eingangs der Döttinger Höhe bemerkte ich in der letzten Runde einen Reifenschaden. Die Radnabe war lose. Der Baeder-BWM konnte mächtig aufholen und es wurde dramatisch eng. In der letzten Kurvenkombination vor dem Ziel konnte ich ihn austricksten und mich mit letzter Kraft als Zweiter ins Ziel retten – mit hauchdünnen 0,079 Sekunden Vorsprung.“












