Ein letztlich glückliches Wochenende für Captain Racing zum siebten Lauf der VLN 2006 auf dem Nürburgring. Im verregneten Zeittraining konnte das Team am vergangenen Rennwochenende anfangs mit schnellen Rundenzeiten auf sich aufmerksam machen, musste aber sukzessive mit abtrocknender Strecke Boden an die Konkurrenz abtreten. Erst der späte Wechsel auf Trockenreifen hätte noch mal das Blatt wenden können, die rote Ampel an der Boxenausfahrt aber vereitelte eine weitaus bessere Startposition. Startplatz sechs in der Klasse Cup4 und lediglich Platz 75 im Gesamtklassement von 188 Fahrzeugen für die drei Piloten Jörg Otto (Grevenbroich), Peter-Paul Pietsch (Leonberg) und Georg Weiss (Monschau).
Jörg Otto: „Ich hatte in meiner schnellsten Runde auf Regenreifen einen Abschleppwagen im Weg, der ordentlich Zeit gekostet hat. Als ich kurz vor Ende noch mal einen Angriff mit Slicks wagen wollte, haben wir uns ein bisschen mit der Zeit verkalkuliert, zu hoch gepokert.“ Im Rennen dagegen setzte der Grevenbroicher alles auf eine Karte und kämpfte sich Runde um Runde weiter nach vorne. Bei seinem Wechsel auf Peter-Paul Pietsch hatte er bereits über 50 Fahrzeuge auf der Strecke überholt und lag bei seinem Wechsel schon wieder auf Gesamtrang 19. Und auch die beiden Teamkollegen Pietsch und Schlussfahrer Georg Weiss hatten auf der Strecke nicht nur mit den Gegnern, sondern auch mit allerhand Schrott zu kämpfen. Eine Reihe schwerer Unfälle und zahlreiche Fahrzeugteile säumten die Piste und die Manöver der rund 190 Teilnehmer glichen manchmal eher Hindernis- als einem Langstreckenrennen. Endrang drei in der Klasse und Rang 13 im Gesamtklassement waren dafür aber der verdiente Lohn für die Mühen und zahlreichen Kämpfe auf der Strecke. „Bereits kurz nach dem Start hatten wir harte Positionskämpfe, letztendlich war das Glück heute aber auf unserer Seite“ so der zufriedene Jörg Otto nach dem Rennen.
Und auch Solist Artur Erkes (Korschenbroich) konnte im Captain Racing Renault Clio RS auftrumpfen. Startplatz eins in der Klasse Cup2 machte es ihm leicht seine Konkurrenten hinter sich zu halten. „Zu Anfang habe ich mich aus allem raus gehalten, nicht umsonst nennt man es Langstreckenrennen“ grinst der erfahrene Erkes. „Eigentlich war es für mich ein unspektakuläres Rennen, meine Gegner hatte ich von Anfang an im Griff, die Fahrbahn war durch die ganzen Unfälle aber ganz schön schmierig und wir rutschten desöfteren mehr über die Curbs als das wir über die Strecke fuhren.“ Klassensieg und Gesamtrang 50.












