Der 38. ADAC Barbarossapreis läutet in der Saison der BFGoodrich Langstreckenmeisterschaft Nürburgring die heiße Phase ein. Die Meisterschaft der populärsten Breitensportserie Europas umfasst in diesem Jahr neun Rennen. Von diesen neun Rennen gehen die besten sieben Ergebnisse in die Meisterschaftswertung ein – 80 Prozent. Die zwei Streichergebnisse werden zum Ende der Saison in der Tabelle noch einmal für mächtigen Wirbel sorgen.
Drei Teams haben aktuell sehr gute Aussichten auf den Titel: Claudia Hürtgen (Aachen) als amtierende Meisterin und Marc Hennerici (Bonn), Wolf Silvester (Nürnberg) und Mario Merten (Nürburg) sowie Ludger Henrich (Schmitten) und Jürgen Schulten (Hamminkeln). Das gemischte Doppel Hürtgen/Hennerici führt nach sechs Klassensiegen im BMW 120d von Schubert Motors die Tabelle an. Trotz des perfekten Saisonverlaufes müssen beide darauf hoffen, dass Silvester/Merten in den verbleibenden drei Rennen patzen.
Verantwortlich dafür ist das Punktesystem der Langstreckenmeisterschaft: Je mehr Gegner man in seiner Klasse hinter sich lässt, desto mehr Zähler erhält man für seine Platzierung in der jeweiligen Klasse. Und eben hier liegt das Manko des Schubert-Duos: Die Klasse SP10 (Alternative Treibstoffe bis 2.000 ccm Hubraum) ist im Schnitt nur mit sechs Fahrzeugen besetzt. Silvester/Merten hingegen starten in der am härtesten umkämpften Klasse V2 (VLN-Serienwagen bis 1.850 ccm Hubraum) mit durchschnittlich mehr als 20 Startern. Vier Siege und ein zweiter Platz brachten den beiden satte Punkte ein – der Ausfall beim ersten Rennen wird genau dann unwichtig, wenn die Streichergebnisse zum Tragen kommen.
Würde man zum jetzigen Zeitpunkt bereits die 80-Prozent-Regelung anwenden, also ein Streichergebnis mit einrechnen, lägen Silvester/Merten mehr als einen Punkt vor ihren Verfolgern.
Das Schicksal der Tabellenführer teilen Schulten/Henrich: In der schwach besetzten Klasse V3 (bis 2.000 ccm Hubraum), im Schnitt fünf Fahrzeuge, reichen die erfahrenen Punkte aus sechs Siegen ebenfalls nicht aus – es sei denn, die Konkurrenz zeigt Schwächen.
Die Fans der BFGoodrich Langstreckenmeisterschaft dürfen sich also auf eine spannende Schlussphase in der Meisterschaft freuen – für Zündstoff ist in jedem Fall gesorgt.












