Feindberührung: ClickVers rettet sich auf Platz sieben

Beim Saisonhighlight der BF-Goodrich-Langstreckenmeisterschaft, dem 6h ADAC Ruhr-Pokal-Rennen, unterbrachen Michael Bäder/ Tobias Hagenmeyer/ Markus Gedlich im Getrag-BMW M3 mit ihrem Gesamtsieg die Porsche-Erfolgsserie. Wie schon beim sechsten Langstreckenlauf fuhren Ralf und Andreas Schall im Opel Astra V8 Coupé auf Platz zwei und Sabine Schmitz/ Klaus Abbelen auf Porsche 997 Cup auf den dritten Rang. Das ClickVers-Team Kersten Jodexnis / Wolfgang Destrée wurden bei dem 6-Stunden-Einsatz von Ralf Weiner fahrerisch komplettiert. Sie holten wegen Fahrwerksproblemen nach einer leichten Kollision mit ihrem Porsche 997 den siebten Gesamtrang und Platz drei in der Klasse SP 7.

Trotz der herbstlichen Wetterbedingungen waren 31.000 Zuschauer zum Ring gereist um den längsten Rennlauf der beliebten Langstreckenserie mit zu erleben. Wurde das morgendliche Training noch auf nassem Asphalt gefahren, so zeigte der Wettergott beim Rennen ein Einsehen und es blieb trocken.

Wegen mangelhafter Vorbereitung, nämlich einem bereits nach der Warmfahrphase leeren Tank, blieb Destrée / Jodexnis / Weiner zu wenig Zeit für schnelle Runden und so stellten sie ihren 997er Porsche nur auf den 18.
Startplatz. Doch bekanntlich können solch widrige Umstände die ClickVers-Fahrer nicht nachhaltig frustrieren. Im Gegenteil: Startfahrer Wolfgang Destrée legte in der Startphase gleich einen tollen Speed vor, fand sofort seinen Rhythmus und pflügte nur so durch das Feld. Bereits nach Rennrunde zwei befand er sich in Sichtkontakt zu der an fünfter Position fahrenden Klassenkonkurrenz Klaus Abbelen / Sabine Schmitz und verkürzte die Distanz mehr und mehr. Drei Runden weiter entschied Destrée dieses Klassenduell für sich und begab sich auf die Verfolgung der Führungsgruppe, die durch den Ausfall der Porsche von Manthey, Alzen und Land in Runde zwei schon um drei Favoriten dezimiert war. In der ersten Phase der Fahrerwechsel und Boxenstops lag Destrée dann in Führung, bis auch er die Box ansteuerte.

Ralf Weiner übernahm nach routiniertem Stop und ging wieder ins Rennen.
Während seines Turns touchierte er leicht den Lamborghini Gallardo von Adorf / Tilke / Oberndorfer, wobei beide Fahrzeuge zwar weiterfahren konnten, der ClickVers-Porsche jedoch im rechten Frontbereich nicht unerheblich beschädigt wurde. Weiner konnte seinen Stint zwar zu Ende fahren, fiel wegen der schadensbedingt fehlenden Haftung auf der Vorderachse jedoch immer weiter zurück. An Platz elf liegend kam er schließlich planmäßig an die Box , um aufzutanken und an Kersten Jodexnis zu übergeben. Auch der Hannoveraner Versicherungskaufmann hatte mit dem Handicap des mangelnden Anpressdrucks zu kämpfen, konnte aber einen Platz zurück erobern. Für die Schlussphase übernahm Ex-Porsche Cup-Sieger Destrée noch einmal das Steuer des 997er. Die technischen Probleme auf der Vorderachse machten auch ihm stark zu schaffen.

Dennoch kämpfte sich der schnelle Zornheimer noch bis auf Gesamtrang sieben zurück. „Das war Schwerstarbeit\“, so sein Resümee, als er verschwitzt aus dem Parc fermée kam. „Unser Ziel einen Gesamtrang unter den ersten Fünf herauszufahren, haben wir diesmal nicht erreicht\“, so Kersten Jodexnis, „mit dem dritten Platz in der Klassenwertung sind wir aber zufrieden\“. Bis zum nächsten Rennen am 30. September bleibt nun genug Zeit, die Front des ClickVers-Porsche für eine optimale Fahrzeugabstimmung zu reparieren.