Die Teams mit technischer Unterstützung des Porsche Zentrum Willich fahren weiter vorne mit. Beim Saisonhöhepunkt in der BFGoodrich Langstreckenmeisterschaft – dem 6-Stunden-Rennen – ging es wieder hoch her. Gleich in der zweiten Runde verabschiedeten sich mit Manthey Racing, Alzen Motorsport und Land Motorsport gleich die drei Topfavoriten. Alle drei flogen fast zeitgleich auf einer Ölspur ab. Wenige Sekunden später kam Klaus Abbelen mit seinem Porsche 997 Supercup an der Unfallstelle vorbei. „Ich hatte Glück, dass ich nicht auch ausgerutscht bin“, meinte der Fahrer später in der Box.
Doch der „Frikadellen-Porsche“ blieb auf der Piste und machte sich daran Boden auf die Spitze gut zu machen. Doch in der siebten Runde musste Abbelen unfreiwillig an die Box. Mit einem Plattfuß schlich er über die Nordschleife. Der Porsche wurde von Platz 5 auf Rang 18 durchgereicht. In der Box übernahm Sabine Schmitz den Boliden. Mit neuen Reifen und großen Siegeswillen preschte sie los.
Am Ende ihres Turns war wieder alles im Lot. Der Porsche mit der Nummer 97 kam auf Gesamtrang fünf zum planmäßigen Boxenstopp. Abbelen übernahm wieder das Steuer und holte weiter auf. Zwischenzeitlich war das Duo sogar auf Platz zwei vorgefahren, doch am Ende konnten die beiden nicht ganz das Tempo gehen. Hinter dem Getrag – BMW M3 und dem Schall – Opel Astra OPC (einem ehemaligen DTM-Auto) reihte sich der „Frikadellen-Porsche“ ein. Wie schon vor wenigen Wochen wurden Sabine Schmitz und Klaus Abbelen also dritte. Mit nur einem Unterschied: jetzt waren sie das schnellste Porsche-Team.
Platz drei in der inoffiziellen Porsche-Rangliste belegte AGON Motorsport. Mit ihrem 996 GT3 Cup holten sich Jörn Schmidt-Staade, Stefan Müller und Thomas Koll Platz 6 im Gesamtklassement. In der Klasse Cup 4 wurde das Trio zweiter. Auch die zweitschnellste Rennrunde innerhalb der Klasse gehörte hinterher AGON Motorsport. Allerdings fuhr das Team mit einem lachenden und einem weinenden Auge vom Nürburgring nach Hause. Der zweite 996 GT3 Cup sah die Zielflagge nicht. Nach gut der Hälfte der Zeit hatte der Porsche einen heftigen Einschlag in die Leitplanke. Für Stefan Peters, Klaus Hahn, Andreas Eberhardt und Nico Unteregger war das Rennen deshalb frühzeitig beendet.












