Beim siebten Rennen des Honda S2000-Cups im Rahmen der BFGoodrich Langstreckenmeisterschaft auf dem Nürburgring gewann erneut ein Favoritenteam. Andreas Mäder/Reinhold Renger (Großkugel/Rothenburg) triumphierten zum fünften Mal in diesem Jahr, nachdem dem sie sich bis zur Rennmitte einen harten Kampf mit dem Duo Matthias Holle/Wolfgang Weber (Diez/Adelmannsfelden) geliefert hatten. Markus Fugel/Ruben Zeltner/Steve Kirsch (Chemnitz/Lichtenstein/Chemnitz) fuhren auf Rang drei. In der stark besetzten Klasse SP3 lagen vier Honda S2000 unter den besten Sechs.
Für einen Augusttag war es reichlich kühl in der Eifel, aber wenigstens trocken. Pünktlich begann für die acht Honda S2000 das Zeittraining am Samstag Morgen. Aber die richtig schnellen Runden wurden erst am Ende der 90 Minuten gefahren, als alle feuchten Stellen auf der Strecke abgetrocknet waren. Mäder/Renger und Holle/Weber kämpften wie schon bei den meisten Rennen zuvor um die Bestzeit. Schließlich hatten Mäder/Renger wieder die Nase vorn. Mit 9:30.057 Minuten lagen sie fast genau sechs Sekunden vor ihren Kontrahenten.
Im Rennen entwickelte sich ein spannender Zweikampf zwischen den beiden Teams. Während zu Beginn Mäder/Renger in Front lagen, übernahmen zu Rennmitte Holle/Weber das Kommando. Mäder, der zu diesem Zeitpunkt hinter dem Steuer saß: „Es gab viel Öl auf der Strecke und ich musste aufgrund von Unfällen unheimlich oft langsam fahren. Es war schlimm.“ Doch dann war das Duell plötzlich beendet. Holle wurde zunächst vermisst und kam dann mit 15-minütiger Verspätung aus der Runde zurück: „Mir ist das Benzin ausgegangen. Ich bin noch bis zur Steilstrecke gekommen. Zum Glück haben mir zwei Zuschauer mit drei Litern aus ihrem Tank ausgeholfen. Beim Tanken hat es ein Missverständnis gegeben, weshalb wir 20 Liter zu wenig eingefüllt haben.“ Mit einer fulminanten Aufholjagd gelang schließlich noch der Sprung auf Rang zwei hinter den unangefochtenen Siegern.
Fugel/Zeltner/Kirsch kamen in der letzten Runde auf Platz drei: Fugel: „Wieder ein Rennen ohne große Probleme, aber wir sind noch nicht schnell genug.“ Auf Rang vier folgten Walter Nawotka/Gerd Grundmann (Cuxhaven), die lange auf einem Podiumsrang gelegen hatten und deshalb im Ziel ein wenig enttäuscht waren. Grundmann: „Schade, da wäre mehr drin gewesen. Aber wir hatten auch ein Spritproblem und herbe Aussetzer in der letzten Runde.“ Fünfte in der Cup-Wertung wurden Carsten Spengemann/Frank Schmitz (Großhansdorf/Troisdorf), die diesmal Unterstützung vom Motorsport-Journalisten Oliver Hilger (Hamburg) hatten und Platz zwei in der Klasse SP4 erzielten.
Das Team von Cardiff Motorsport hatte einen schwarzen Tag. Alle drei Honda S2000 mussten das Rennen vorzeitig beenden. Karl Pflanz/Steffen Wethmar/Charles Kauffman/Jörg Winterhagen (Schorndorf/Solingen/Luxemburg/Solingen), Markus Horn/Dr. Franz Schütte/Andre Somberg (Wuppertal/Rüsselsheim/Oslo) und Kurt Lotz/Mayk Wienkötter/Michael Hofmann (Wiesbaden/Mainz/Leonberg) kamen nicht ins Ziel.












