Premiere steht bevor

Noch während der vergangenen Woche war das Bangen im KYB-Racing-Team groß: Reicht die Zeit, um den komplett neu aufgebauten BMW zum 6h-Rennen fertigzustellen? Jetzt die gute Nachricht: Anfang der Woche testete das Team in Oschersleben!

Nicht einmal zehn Tage hat es gedauert, und das KYB-Racing-Team aus Berlin hat einen komplett neuen Rennwagen für die BF-Goodrich Langstreckenmeisterschaft auf die Beine gestellt. Bislang war das Rennteam aus der Hauptstadt auf einem BMW CSL auf dem Nürburgring und der Nordschleife unterwegs. Marco Schelp, Teambesitzer und Fahrer in Personalunion, merkte beim letzten Lauf zur Langstreckenmeisterschaft, dass der CSL mit seiner „Kunst“ am Ende ist: „Das Material ist den schnellen Rundenzeiten nicht mehr gewachsen. Auch wenn der Motor durchaus mehr verträgt, gewisse Komponenten sind einfach am Ende ihrer Leistungsfähigkeit angekommen.“

Das neue Auto ist nicht ein schnöder Relaunch des CSL, sondern tatsächlich völlig neu. Zum Einsatz kommt der Motor aus dem CSL, der schon etliche Eifel-Runden-Erfahrung vorweisen kann. Beim Rest greift die Mechanikermannschaft rund um Marco Schelp auf feinstes Material aus der WTCC zurück. Allein die Karosserie ist ein echter Hingucker. Für alle Freunde des Berliner Rennteams kommt die Entwarnung: „Der Motor läuft, die Umbaumaßnahmen sind fast komplett abgeschlossen, und nächste Woche geht’s nach Oschersleben zum Testen!“ Schon jetzt ist eines deutlich: Der Wagen des KYB-Racing Teams, noch ohne Kriegsbemalung, dürfte einer der schönsten im Feld der Langstreckenmeisterschaft sein.