Beim fünften Wertungslauf zur BFGoodrich-Langstreckenmeisterschaft setzte der Leverkusener Rennstall Steam Racing gleich zwei Porsche ein. Den weißen 996 GT3 RS pilotierte der Teamchef Michael Schratz zusammen mit Johannes Siegler. Den zweite, baugleiche Porsche fuhren Eric Berger, Romain Theissen und Ulfried Baumert. „Uli fährt das erste Mal bei uns und macht seine Sache wirklich gut“, lobte Schratz den Neuzugang Baumert.
Das Rennen auf der Nürburgring-Nordschleife entwickelte sich zu einer wahren Hitzeschlacht. Vor allem zu Beginn heizte die Sonne den Fahrern und Autos mächtig ein. Wahrscheinlich ein Opfer der Hitze wurde in der ersten Stunde das Radlager hinten rechts am blauen Steam-Porsche. „Es war ganz komisch. Das Radlager kündigte sich nicht langsam an, sondern war innerhalb von einer Runde hin“, meinte der Startfahrer Eric Berger. An ein Weiterfahren war so nicht zu denken. Das Team wechselte das defekte Teil aus und Baumert nutzte die Gelegenheit weitere Testkilometer im Renntempo zu absolvieren. Für ein zählbares Ergebnis hatte der Porsche zu viel Zeit verloren.
Ganz im Gegensatz dazu der weiße 996. Zuverlässig drehte das Fahrerduo eine Runde nach der anderen. Auch als es zwischenzeitlich anfing zu regnen ließen sich die beiden nicht aus der Ruhe bringen. Sie entschieden sich dazu, mit Slicks weiterzufahren – die richtige Entscheidung. Denn es sollte nur ein kurzer Schauer bleiben. Da der Asphalt der Nordschleife durch die Sonne und die Rennwagen enorm aufgeheizt war, trocknete er in Minuten wieder ab. Wer jetzt auf Regenreifen unterwegs war hatte sich verzockt.
Doch Johannes Siegler und Michael Schratz nutzten die Chance und schoben sich auf Rang 9 vor. Wie hoch diese Leistung einzuschätzen ist, zeigt die Tatsache, dass das Duo nur eine Runde hinter den Gesamtsiegern und in derselben Runde, wie die dritt platzierten, über die Ziellinie kam. In der Klasse holte sich Steam Racing noch Rang 5.
In vier Wochen, am 26. August, wird das Team wahrscheinlich wieder mit zwei Autos an den Start gehen. Beim 6-Stunden-Rennen hofft Steam Racing dann mit beiden Autos unter den Top 10 anzukommen.












