Freud und Leid beim Team-Black-Falcon.com

Große Freude aber auch Leid lagen für die Black Falcon-Mannschaft beim fünfte Lauf zur BFGoodrich Langstreckenmeisterschaft Nürburgring sehr dicht beisammen. Während man in der Klasse V4 bis 2,5 Liter Hubraum den vierten Saisonsieg und noch dazu einen zweiten Platz des Schwesterautos verbuchen konnte, stand in der Klasse V5 bis 3 Liter Hubraum der erste technische Ausfall in der Geschichte des Teams zu Buche.

Nach dem tollen Gruppensieg vom fünften Lauf war die Marschrichtung für die BMW M3 GT-Piloten klar auf eine Wiederholung des Ergebnisses und Ausbau der V5-Führung ausgelegt. Regen machte alle für Freitag geplanten Fahrwerks-Tests unmöglich, da ein noch besseres Trocken-Setup erarbeitet werden sollte. Das Samstagstraining gestaltete sich dann wegen der noch anstehenden Abstimmungsarbeit relativ hektisch, ein dritter Trainingsrang mit nur 1,5 Sekunden Abstand zur Pole-Zeit sorgte aber für zufriedene Minen. Spätbremser Michael Luther machte seinem Ruf als bester Starter alle Ehre und lag bereits in Führung, als eine undichte Rücklaufleitung für das Kühlwasser, also der berühmte „Pfennigteil-Defekt“ alle Siegeshoffnungen zunichte machte. Der M3 rollte im Pflanzgarten ohne Kühlwasser aus und sorgte für den ersten technisch bedingten Ausfall für Black Falcon.
Natürlich sind Daniel Zils, Michael Luther und Alex Böhm jetzt besonders darauf aus, die Scharte beim 6h-Rennen in 4 Wochen wieder auszumerzen.

Extrem ambitioniert war man auch in der V4 in das Wochenende gegangen. Teamchef und Fahrer Alex Böhm lag vor dem 6. Lauf auf Gesamtrang 4 in der Meisterschaft, weniger als 2 Punkte hinter den Tabellenführern Hürtgen und Hennerici. Für das Freitagstraining wurde auf Taxifahrten verzichtet, es waren stattdessen umfangreiche Komponententests geplant, um das Trocken-Setup des BMW E90 mit der Startnummer 416 weiter zu verbessern. Leider machte das Wetter einen Strich durch die Rechnung, sodass die neuen Teile ungetestet im Zeittraining am Samstag zum Einsatz kamen. Der Mut wurde mit einer erneuten Pole-Position belohnt. Nach gutem Start und raschem Ausbau der Führung bis auf über eine Minute zeigten sich die Tücken des im Training geänderten Setups: Mit steigender Renndauer wurde das Auto immer schwieriger zu Fahren, die Rundenzeiten waren ungewohnt hoch. Thomas Ehleiter und Richard Klumpp hatten im 2. und 3. Turn zudem mit dem bekannt launischen Eifelwetter zu kämpfen. „Teilweise fuhr man mit Slicks durch stehendes Wasser, 100m weiter schien wieder die Sonne“, so Thomas Ehleiter nach einer sehr kurzweiligen Fahrt. Umso größer die Freude nach dem „Hattrick“. Der dritte Sieg in Folge war der Lohn für harte Arbeit und eine erneute Bestätigung der Leistung jedes Einzelnen im Black Falcon Team.

Die Fahrer des zweiten BMW E90, Startnummer 417 hatten sich diesmal besonders viel vorgenommen. Stammfahrer Matthias Unger wurde diesmal von einem Doppelpack der „Black-Falcon Swiss-Pilots“ in Form von Dieter Lehner und Marcel Blumer verstärkt. Marcel hatte ja im letzten Lauf mit der 416-Mannschaft bereits einen Sieg eingefahren und war jetzt darauf aus, dieses Ergebnis möglichst mit der 417 -Mannschaft zu wiederholen. Mit dem dritten Rang in der Klasse V4 sicherte man sich auch gleich die bisher beste Startposition für dieses Auto. Obwohl Startfahrer Marcel Blumer Anfangs mitten im Honda- und Peugeotsandwich steckte, lag man bereits nach dem ersten Renndrittel auf Platz 2 hinter dem Schwesterauto. Auch Dieter Lehner und Matthias Unger konnten in Ihren Stints die Zeiten des führenden Schwesterautos mitgehen und sogar den Abstand bis ins Ziel auf nur 39 Sekunden verkürzen. „Einen Doppelsieg in einer so starken Klasse wie der V4 nach nur einem halben Jahr Entwicklung mit dem E90 zu erreichen, ist wohl die beste Visitenkarte, die man in der VLN abgeben kann. Vielen Dank an das gesamte Team und besonders an die Piloten der 417, die heute mit Top-Zeiten zur Spitze in der V4 aufgeschlossen haben“, so Teammanager Marc Schramm nach dem Rennen.