Ein von der ersten bis zur letzten Kurve spannendes Rennen erlebten am vergangenen Samstag die Zuschauer des sechsten Wertungslaufs zum „Honda Civic Cup“. Der Markenpokal wird im Rahmen der BFGoodrich Langstreckenmeisterschaft am Nürburgring ausgetragen. Bei sommerlichen Temperaturen hatte das Fleper-Team die Veranstaltung zunächst dominiert. In der morgendlichen Qualifikation stellten der Oedinger Marcel Hoppe (9:52,996 Minuten) und der Willicher Norbert Bermes (9:53,406 Minuten) ihre giftgrünen Honda Civic Type-R in die erste Startreihe. Seine erste Pole Position in der laufenden Saison teilte Hoppe sich mit Dr. Joachim Steidel (Recklinghausen) und Herbert von Danwitz (Tönisvorst). Norbert Bermes wurde von seinem Stamm-Co Harald Thönnes (Mülheim-Kärlich) unterstützt. Das unter Fleper-Bewerbung startende Duo Werner Uetrecht (Stemwede)/Florian Fricke (Nienstädt) nahm das Rennen am Mittag vom fünften Rang auf. Die Ukrainer Alex Kikireshko und Alex Mochanov (beide Kiew) starteten von Position sechs. Das Cockpit des Honda Civic 1.8 Sport der neusten Generation wurde ausschließlich zu Testzwecken dem russischen Rallye-Fahrer Sergey Matveev (Perm) zur Verfügung gestellt.
Auch nach Aufnahme des Rennens um dreizehn Uhr lief alles rund für die Fleper-Mannschaft. Dabei boten Norbert Bermes und Marcel Hoppe den 25.000 Zuschauern entlang des 24,433 Kilometer langen Eifelkurses rundenlang eine tolle Show. Durch Windschatten-Fahren setzten sich die beiden Teamkollegen in den giftgrünen Lennestädter Cockpits zunächst leicht vom Feld ab, als Dritter folgte Florian Fricke. Im Rennverlauf fand die Konkurrenz wieder Anschluss. So entwickelte sich im letzten Drittel der vierstündigen Veranstaltung ein spannender Zweikampf zwischen dem Duo Bermes/Thönnes und der Crew der Ex-Fleper-Piloten Uwe Unteroberdörster (Lohmar) und Marcel Engels (Willich). Dieser wurde erst in der letzten Schikane vor der Zielgeraden entschieden, als ein misslungenes Ausbremsmanöver von Bermes zum Einschlag des Fleper-Civic in die Leitplanken und damit einem Totalausfall führte. „Sehr schade“, meinte ein sichtlich enttäuschter Teamchef Johannes Fleper nach der Veranstaltung und stellte sich ausdrücklich vor seinen Piloten. „Nur wer risikobereit fährt, kann sich im Grenzbereich bewegen und schnell sein. Wer sich aber im Grenzbereich bewegt, kann Fehler machen. Norbert ist ein tolles Rennen gefahren“. Fricke/Uetrecht gelang nach problemloser Fahrt und hervorragender Arbeit der Boxencrew die zweite Position, Kikireshko/Mochanov wurden Vierte, Dr. Steidel/von Danwitz/Hoppe Fünfte. Auf die Frage, ob die kritische Situation am Wochenende zu einer Vorentscheidung in der Meisterschaft geführt habe, entgegnet Teamsprecher Manuel Fleper: „Dieser Titelkampf dauert an, auch wenn die Chancen jetzt ungleich verteilt sind. Wir haben einen langen Atem und außerdem nichts mehr zu verlieren. Wer uns kennt, weiß, dass wir in den vier ausstehenden Rennen nach Kräften kämpfen werden. Für uns alle ist noch ein 6 Stunden-Marathon zu bewältigen. Eine Konkurrenz, die glaubt, sie habe das Geschehen von nun an unter Kontrolle, sollte sich nicht zu sicher fühlen“. Der folgende Wertungslauf am 26. August stellt mit dem „6 Stunden ADAC Ruhr Pokal Rennen“ nach dem 24 Stunden Rennen im Juni den zweiten Saisonhöhepunkt des Langstrecken-Cups dar.












