Es sollte das Wochenende für Mamerow Racing werden – Startplatz zwei, die Führung im Rennen. Doch nach zehn Runden stoppte ein Ölleck die Siegesfahrt des Porsche GT3 RS. Aber der Reihe nach: Im Training lag das Mamerow-Duo bis wenige Minuten vor Ende des Zeittrainings ganz vorne. Nachdem Vater Peter bereits am frühen Morgen auf noch leicht feuchter Piste die vorläufige Bestzeit markiert hatte, verbesserte Chris im zweiten Teil des Trainings die Zeit noch einmal. 8:33.169 Minuten zeigte der Zeitenmonitor am Ende für die schnellste Nordschleifen-Runde des Teams.
„Damit mussten wir uns dem Land-Porsche nur um zwei Sekunden geschlagen geben“, freute sich Peter Mamerow über das bislang beste Trainingsergebnis der Saison, bei dem der Porsche im Design von Hauptsponsor Fujifilm auch den Alzen-Porsche und den Ex-DTM-Opel Astra der Schall-Brüder hinter sich lassen konnte. „Im Rennen lief es dann in den ersten Runden perfekt“, erklärt Chris Mamerow. „Ich konnte Marc Basseng im Land-Porsche ein wenig unter Druck setzen und mich nach einem kleinen Fehler von ihm im Bereich Bergwerk sogar vorbeiquetschen.“ Damit sammelte das Vater-Sohn-Gespann erstmals in der Langstreckenmeisterschaft Führungskilometer.
Kurz vor der in Runde zehn geplanten Fahrzeugübergabe vom Sohn an den Vater kam dann allerdings das völlig überraschende Aus. Chris Mamerow: „Im Bereich Tiergarten – der schnellsten Stelle auf der Nordschleife – geriet durch ein Ölleck der Motor in Brand. Das Öl tropfte in Sekundenschnelle auf die Reifen, ich rutschte auf dem eigenen Öl aus und knallte ziemlich heftig in die Leitplanken.“
Trotz des relativ schweren Schadens will Teamchef Peter Mamerow möglichst schnell wieder in der VLN an den Start gehen: „Wir waren nun wirklich knapp dran am ersten VLN-Sieg für Mamerow Racing! Wenn es irgendwie geht, wollen wir auf der Langstrecke schnellstens wieder antreten und am liebsten noch in diesem Jahr ganz oben aufs Treppchen.“












