Glück im Unglück

Glücklichen Umständen hat es das VLN Honda Junior-Team zu verdanken, dass nach einem kuriosen Rennen, das zweimal mit der roten Flagge unterbrochen werden musste, nur Blechschäden zu beklagen sind und noch ein zweiter Rang beim 46. ADAC Reinoldus Langstreckenrennen heraussprang.

Nach insgesamt 13 Runden kam Schlussfahrer Demian Schaffert hinter den Fleper-Piloten Harald Thönnes und Norbert Bermes ins Ziel. Eine Platzierung für FH Köln Motorsport, über die sich niemand im Team wirklich freuen konnte.

Von der Pole Position, die Benjamin Koske mit einer starken Runde im morgendlichen Zeittraining herausfahren konnte, entwickelte sich nach dem Start eine hart kämpfende Fünfergruppe. „Wir hingen alle direkt aufeinander, das hatte reinrassigen Sprintcharakter.“ Mit diesem Wort sollte Koske Recht behalten. Zwei Rennabbrüche, der erste nach 42 Minuten, der zweite nur fünf Runden später, unterteilten das Langstreckenrennen in drei Sprintrennen. Mehrere Unfälle auf der Nordschleife sowie eine zerstörte Leitplanke im Bereich Kallenhard zwangen Rennleiter Horst Golombeck zu diesen Entscheidungen.

Der zweite Restart musste bereits mit etwa 50 Sekunden Rückstand auf die Spitze im Civic Cup angegangen werden. „Bei der anschließenden Aufholjagd haben wir dann wohl ein wenig zu viel gewollt“, so Teammanager Martin David nach dem Zieleinlauf. Demian Schaffert kollidierte mit dem Honda von Bernd Schneider beim Versuch, an diesem vorbeizuziehen, was das gleichzeitige Aus für den sympathischen Hagener und dessen Teamkollegen Gerd-Michael Schumacher zur Folge hatte.

„Das war ganz klar mein Fehler“, erklärt Schaffert später. „In der Situation bin ich die Sache einfach zu optimistisch angegangen. Es tut mir wirklich leid und ich bin sehr froh, dass uns beiden bei diesem Unfall nichts passiert ist.“ „So etwas gehört leider auch zum Motorsport, aber auch aus diesem Geschehnis werden wir für die Zukunft lernen“, fügt Martin David hinzu.

Obwohl auch der Honda Civic des Junior-Teams beim Unfall in Mitleidenschaft gezogen worden war, konnte Demian Schaffert das Rennen fortsetzten. Durch technische Probleme bei den vor ihm liegenden Teams kam das Junior Team am Ende auf Platz zwei hinter Harald Thönnes und Norbert Bermes. Komplettiert wurde das Treppchen von Werner Uetrecht und Florian Fricke auf Rang drei.