Stefanie Bernhard (Plietzhausen) ist glücklich. Die Motorsportlerin holte sich in ihrem allerersten Rennen direkt den zweiten Platz. Zusammen mit Ulfried Baumert (Windeck) war sie in der BFGoodrich Langstreckenmeisterschaft mit einem BMW M3 E30 angetreten. Für ihre erfolgreiche Fahrt suchte sich die Neueinsteigerin ausgerechnet den turbulentesten Lauf der vergangenen Jahre aus.
Zwei Rennunterbrechungen mit roter Flagge und brütende Hitze in den Autos machten den Lauf für manchen zur Tortour. Doch Baumert und Bernhard behielten kühle Köpfe. „Dafür, dass ich mit einem Youngtimer hier angetreten bin, bin ich sogar mehr als zufrieden“, strahlte Baumert nach dem Rennen. Doch Youngtimer muss nicht „altes Eisen“ heißen.
Für Stefanie Bernhard stand Sicherheit an oberster Stelle. Die Pilotin hat zwar mehrere Fahrerlehrgänge auf der Nordschleife mitgemacht und sie ist privat schon etliche Runden durch die Grüne Hölle gefahren, doch mit dem Druck im Rennen musste sie das erste Mal klar kommen.
Andere schafften das nicht so gut. Bereits nach fünf Runden wurde zum ersten Mal die rote Flagge geschwenkt. Ein Porsche hatte sich überschlagen. Die Folge: etwa 45 Minuten Rennunterbrechung und Neustart. Grade mal fünf Runden dauerte es, bis wieder das rote Tuch raus gehalten wurde. Wieder gab es eine Zwangspause und den Neustart.
„Stefanie hat ihre Sache wirklich gut gemacht“, meinte Baumert, „Platz zwei im ersten Renen ist wirklich klasse.“ Der nächste Lauf in der Langstreckenmeisterschaft ist bereits in drei Wochen. Ob Stefanie Bernhard dann wieder ins Lenkrad greifen wird ist noch nicht sicher. Ulfried Baumert tritt aber auf jeden Fall wieder an.












