Mäder/Renger dominierten das Rennen

Der Ablauf des vierten Laufs zur BFGoodrich Langstreckenmeisterschaft, fünftes Rennen des Honda S2000-Cups, gestaltete sich schwierig. Nach zwei Rennabbrüchen musste das Feld gleich drei Mal gestartet werden, um schließlich nach insgesamt 164 gefahrenen Minuten volle Meisterschaftspunkte zu erhalten. Ausgelöst wurden die Abbrüche von Unfällen, die zwar reichlich Sach-, aber zum Glück keinerlei Personenschäden zur Folge hatten.

Im Honda S2000-Cup starteten sieben Fahrzeuge, von denen sechs ins Ziel kamen. Am Ende siegten Andreas Mäder / Reinhold Renger (Großkugel / Rothenburg) vor Markus Fugel / Ruben Zeltner (Chemnitz / Lichtenstein). Pole-Sitter Matthias Holle / Wolfgang Weber (Diez / Adelmannsfelden) konnten nicht eingreifen, da sie schon in der ersten Runde durch einen Defekt an der Hinterachse mehr als 20 Minuten in der Box verloren.

Ein schwülwarmer Morgen in der Eifel. Kurz vor dem Trainingsbeginn ging noch ein ergiebiger Schauer über der Strecke nieder, so dass zunächst an Bestzeiten nicht zu denken war. Die Zeitenjagd begann erst, als die Strecke wieder abgetrocknet war. Auf Pole standen Holle / Weber (9:37,603 Minuten). Mäder / Renger mussten sich knapp geschlagen gegen, hatten aber den Nachteil, im alten, schwereren S2000 antreten zu müssen, da das neue Fahrzeug bei den 24 Stunden stark beschädigt worden war. Mäder: „Wir wollen den Wagen wieder aufbauen, aber dazu braucht es länger als drei Wochen.“

Das Rennen wurde bereits in der ersten Runde entschieden. Holle/Weber kamen unplanmäßig an die Box. Holle: „Ein Uniballgelenk an der Hinterachse ist gebrochen.“ Nach über 20-minütiger Reparaturpause war die Sache für das Team an diesem Tag erledigt. Mehr als Rang sechs war nicht mehr drin. Mäder / Renger setzten sich an der Spitze schnell ab und kontrollierten anschließend das Feld. Renger: „Der Wagen lief gut und es gab keinerlei Probleme. Ein einfaches Rennen.“ Fugel / Zeltner konnten das Tempo nicht mitgehen, hielten aber ohne Schwierigkeiten Rang zwei. Fugel: „Wir waren einfach zu langsam.“ Platz drei belegten Walter Nawotka/Gerd Grundmann (Cuxhaven), die wie gewohnt unauffällig ihre Bahnen zogen. Grundmann: „Keine Probleme. Wir werden langsam aber sicher schneller.“ Rang vier belegten Karl Pflanz / Jörg Winterhagen (Schorndorf / Solingen) vor Kurt Lotz / Mayk Wienkötter / Michael Hofmann (Wiesbaden / Mainz / Leonberg), die sich im Ziel freuten. Lotz: „Wir hatten im Training Motor- und Bremsprobleme und waren uns nicht sicher, ob wir damit über die Distanz kommen.“

Stefan Schlesack und Klaus Niedzwiedz (Remscheid / Waltrop) fuhren den Honda NSX-R. Nach einem problemlosen Rennen mit konstanten Rundenzeiten belegte das Team in der Gesamtwertung Rang 23 und in der Klasse Platz vier.