Der fünfte Lauf des Honda Civic-Cups, der im Rahmen der BFGoodrich Langstreckenmeisterschaft ausgetragen wird, war eine langwierige Angelegenheit. Nach zwei Abbrüchen des Langstreckenrennens musste das Feld gleich drei Mal starten. Ausgelöst wurden die Abbrüche von Unfällen, die glücklicherweise nur Sachschäden zur Folge hatten. Zehn Civic standen im Honda Civic-Cup am Start, Norbert Bermes / Harald Thönnes (Willich / Mülheim-Kärlich) holten den ersten Saisonsieg. Vor dem zweiten Neustart lagen noch vier Civic innerhalb von nur zwei Sekunden an der Spitze. Platz zwei holte das Honda VLN-Junior-Team vor Werner Uetrecht / Florian Fricke (Stemwede / Nienstädt). Mit Rang vier behielten Uwe Unteroberdörster / Marcel Engels / Wilfried Schmitz (Lohmar / Willich / Setterich) die Führung im Cup.
Bereits das Zeittraining entwickelte sich zum wahren Knüller. Kurz vor dem Trainingsbeginn ging noch ein ergiebiger Schauer über der Strecke nieder, so dass zunächst an Bestzeiten nicht zu denken war. Als die Strecke wieder abgetrocknet war, kämpften sechs Teams um die beste Startposition. Letztlich hatte das Junior-Team mit Christoph Breuer / Benjamin Koske / Demian Schaffert (Nettersheim / Büttelborn / Aachen) die Nase vorn: 9:53,485 Minuten. Knapp geschlagen folgten Unteroberdörster / Engels / Schmitz (9:54,963 Minuten) und Dr. Joachim Steidel / Herbert von Danwitz / Marcel Hoppe (Recklinghausen / Tönisvorst / Lennestadt, 9:55,401 Minuten).
Im Rennen entwickelte sich ein packender Sechskampf. Zu den Trainingsschnellsten gesellten sich noch Uetrecht / Fricke, Bermes / Thönnes und Bernd Schneider / Hans-Gerd Schumacher(Hagen / Euskirchen). Der Rest konnte nicht folgen. Andre Krumbach / Andreas Teichmann / Dr. Thomas Stoltz (Eschweiler / Meerbusch / Remscheid) hatten einen Startunfall und später Getriebeprobleme. Mark Giesbrecht / Hans Keutmann / Frank Kuhlmann (Delmenhorst / Niedeggen / Bramsche) warf ein gebrochener Radträger zurück. Kim und Benno Berwanger (Brücken) mussten mit Motorproblemen aufhören und Roland Lotzmann (Bruchköbel) ließ es zunächst etwas ruhiger angehen.
Kein Team konnte sich absetzen, nur Dr. Steidel / von Danwitz / Hoppe fielen zurück. Vor dem letzten Neustart hatten so noch fünf Teams Siegchancen, Unteroberdörster / Engels / Schmitz allerdings nur geringe: „Wir haben es versäumt, nach dem ersten Abbruch nach 40 Minuten den Fahrer zu wechseln, deshalb steht für uns jetzt noch ein Pflichtstopp an.“ Das Junior-Team hatte als Fünfter einen Rückstand von gut 50 Sekunden. Schlussfahrer Schaffert war entsprechend motiviert, diesen Rückstand aufzuholen. Dabei überschritt er allerdings in der Runde nach dem Neustart mehrfach die Grenzen der Fairness. Eine gefährliche Situation beschwor Schaffert bei einem Überholmanöver am Schwedenkreuz herauf, als er die vor ihm liegenden Schneider / Schumacher auf der linken Streckenseite überholen wollte. Ein Manöver, das gründlich schief ging. Der Civic wurde auf einer Kuppe ausgehebelt und prallte breitseits in das vor ihm fahrende Auto. Während Schneider / Schumacher aufgeben mussten, schaffte das Junior-Team noch Rang zwei. Im Ziel entschuldigte sich der Unglückspilot sofort: „Es tut mir leid, das wollte ich nicht.“ In Führung liegend leisteten sich Bermes / Thönnes noch einen Sicherheits-Tankstopp. Bermes: „Wir wussten nicht wie viele Runde der Gesamtsieger fahren würde, und da haben wir auf die sichere Seite gesetzt. Nach dem bescheidenen Saisonbeginn, war dieses Erfolgserlebnis dringend notwendig.“ Platz drei für Uetrecht / Fricke, die vorsichtshalber auch getankt hatten. Rang vier für Unteroberdörster / Engels / Schmitz: „Wenigstens haben wir unsere Führung im Cup behalten.“












