HS4 ODIN mit Klassensieg beim ersten Renneinsatz

Der dritte Lauf zur BFGoodrich Langstreckenmeisterschaft Nürburgring vergangenen Samstag war zugleich der erste Renneinsatz des Heico HS4 ODIN. Der Umbau vom straßentauglichen ConceptCar zum Rennwagen erfolgte in den letzten drei Wochen, ausgiebige Testfahrten waren somit zeitlich ausgeschlossen. Umso erstaunlicher der Klassensieg gegen die etablierte Ford Focus ST-Konkurrenz der Kategorie “SP4T” für Fahrzeuge mit 2,5-Liter-Turbomotoren.

“Wir sind sehr glücklich, bei diesen widrigen Verhältnissen überhaupt ins Ziel gekommen zu sein. Das Auto hat von Beginn an keine Probleme gemacht, lediglich die Sicht war bei diesem starken Regen etwas eingeschränkt”, erklärte Startpilot Patrick Brenndörfer (Darmstadt) nach seinem 8-Runden-Turn. Der Start von der 87. Position im 220 Fahrzeuge starken Feld war mehr als schwierig. “Die Scheibe beschlug so stark, dass ich nach der Startrunde die Boxen aufsuchen musste”, so Brenndörfer weiter. Nach kurzem Stopp konnte der Volvo jedoch weiterfahren. Brenndörfer arbeitete sich vom Ende des Feldes nach vorne und übergab den 350 PS starken S40 an Teamkollege Martin Müller (Griesheim).

Auf abtrocknender Piste gelang es Müller, mit einer Rundenzeit von 11:26.659 Minuten die 25,888 Kilometer lange Kombination aus Nürburgring Grand-Prix-Kurs und Nordschleife zu umrunden. Damit fuhr der Produktentwickler von Heico Sportiv eine Rundenzeit, die für eine Top 40 Platzierung gut ist. Müller gewann durch eine perfekte Reifenwahl – viele Teams wechselten auf Slicks, doch es begann erneut zu regnen – weitere Positionen, doch kurz vor Ablauf der dritten Rennstunde entschied die Rennleitung aufgrund von zu gefährlichen Streckenverhältnissen abzubrechen. Am Ende war es – trotz des Zeitverlustes zu Beginn – der 62. Gesamtrang und der Klassensieg in der “SP4T”.

“Das war eine tolle Generalprobe für das 24h-Rennen”, grinste Martin Müller nach dem Rennen. “Mein Dank gilt dem Team, dass hart gearbeitet und viele Nachtschichten eingelegt hat, den Fahrern, die bei diesen Bedingungen das Auto sicher ins Ziel gebracht haben. ”, abschließend Teamchef Holger Hedtke.