Ecker Motorsport hatte sich für den zweiten Lauf viel vorgenommen und im Training sah alles nach einem Erfolg aus. Doch kommt es meistens anders als man denkt. Das Training auf nasser, nur langsam abtrocknender Strecke wurde in der Klasse Cup 3 (Honda Type R Cup) von Ecker Motorsport dominiert. Marcel Engels umrundete in 9,47 Minuten die Rennstrecke und stellte den rot-gelben Civic Type R auf Startplatz 1 in der Klasse und auf Platz 54 im gesamten Feld. „Ganz nach meinem Geschmack“, strahlte Teamchef Michael Ecker, „bleibt zu hoffen dass es im Rennen ähnlich gut für uns läuft.“ Wilfried Schmitz und Uwe Unteroberdörster fuhren im Training nicht ganz so schnell wie Engels, freuten sich aber dennoch über die hervorragende Leistung des amtierenden Type-R-Meisters. Auf trockner Piste, bei strahlendem Sonnenschein und vor einer Traumkulisse übernahm Marcel Engels den Start. „Ich hatte einen fabelhaften Start, hing aber in der Startrunde fest und konnte meine gute Position nicht so ausnutzen wie ich es mir vorgenommen hatte. Zwar behauptete ich Platz eins im Cup, doch der Wettbewerb war mir dicht auf den Fersen.“
Im Laufe der vierten Umrundung der Nordschleife erstarb das Hochgefühl bei Engels und dem gesamten Team. Auf einer Ölspur im Streckenabschnitt Hohe Acht, hervorgerufen durch einen Unfall, rutschte das Auto unhaltbar in die Leitplanke und wurde vorne links massiv beschädigt. Noch während Marcel Engels den Wagen Richtung Boxengasse steuert wird er von zahlreichen Wettbewerbern überholt. „In Windeseile haben die Mechaniker den Schaden repariert, Räder gewechselt und den Wagen aufgetankt. „Die Beschädigungen waren jedoch massiver als das Team vermutet hat“, resümiert Schmitz nach dem Rennen, „starke Vibrationen und einen erhöhten Reifenverschleiß ließen keine richtig gute Rundenzeit mehr zu.“ Am Ende übernahm Uwe Unteroberdörster den Wagen, mit einer gehörigen Portion Wut im Bauch. Schließlich will man mit dem Team um die Meisterschaft fahren
Auf Platz sieben liegend steuert Unteroberdörster das Auto in den Parc Ferme. Auch wenn das Fahrertrio in die Wertung kam und der Lauf wenigstens ein paar Punkte gebracht hat ist Teamchef Michael Ecker alles andere als zufrieden und meint: „Das waren unsere beiden Streichresultate für dieses Jahr. Mehr Ausrutscher dürfen wir uns nicht erlauben. Ab dem nächsten Rennen muss alles wie am Schnürchen laufen.“ Bleibt zu hoffen, dass die Kaltverformung des Civic nicht am Ehrgeiz der Fahrer gekratzt hat und die drei auch in den nächsten Rennen ihr Bestes geben.












