Stern von Willich jagt an die Spitze

Zweite Runde in der BFGoodrich Langstreckenmeisterschaft. Auf dem Programm stand der 48. ADAC ACAS H&R-Cup über die Distanz von vier Stunden. 28.000 Zuschauer entlang der 24,433 Kilometer langen Kombination aus Nürburgring Kurzanbindung und Nordschleife erlebten bei strahlendem Sonnenschein und fast sommerlichen Temperaturen einen spannenden zweiten Lauf.

Verschnaufpause für „Emma“: Die grundlegende Überprüfung des Fahrzeuges nach den Motoraussetzern vom letzten Rennen ergab, dass nicht nur die Kraftstoffzufuhr fehlerhaft, sondern auch der Katalysator defekt war. Winzige Partikel vom sich auflösenden Katalysator sind in den Motor aufgesogen worden und waren ursächlich für die Motoraussetzer und die mangelnde Motorleistung beim letzten Rennen. Der Motor bedarf einer gründlichen Überholung, wofür der Zeitrahmen bis zum Rennen zu knapp war und „Erich“ einspringen musste.

Im freien Training am Freitag musste „Erich“ nun zeigen was er konnte. Lars Hieronymus freute sich über die Teilnahme von „Erich“, kam er doch von je her mit dem Fahrzeug bestens zu recht, na ja halt eine echte Männerfreundschaft. Und „Erich“ lief richtig gut. Im Zeittraining war die Strecke nebelig und feucht und das Team belegte Platz vier.

Startfahrer Thomas Schmid demonstrierte den Gruppennachbarn gleich, welche Ansprüche das Team an die Saison stellt. Bereits vor der Nordschleife ließ er den Dolate BMW hinter sich, fing noch in der ersten Runde den BMW von Wolff/Keller ab und machte Jagd auf den Falcon BMW von Ehleiter. Es war unmöglich den leistungsstärkeren BMW 325i auf freier Strecke zu überholen. So fuhren der EVO und der BMW nebeneinander durch den Tiergarten und Thomas Schmid konnte sich beim Anbremsen vor der Hohenrain Schikane vor den BMW setzen und die Führung übernehmen. Dieser blieb aber immer dicht hinter „Erich“ und es folgte ein spannendes Duell. Aufgrund der hohen Beteiligung war das Rennen von vielen Unfällen geprägt, daraus resultierten viele Gelbphasen und das Tempo musste immer wieder gedrosselt werden. In der siebten Runde im Bereich Schwalbenschwanz blinkte überraschend die Tankleuchte auf, worauf Thomas Schmid zwei Runden zu früh die Box ansteuern musste. Es stellte sich heraus, dass der Spritverbrauch tatsächlich im Soll lag und nur eine defekte Tankanzeige für den frühzeitigen Stopp verantwortlich war.

Lars Hieronymus fuhr auf Platz fünf liegend auf die Bahn und kämpfte sich bis zur elften Runde wieder auf Rang zwei vor. Zwischenzeitlich führte der BMW M3/E30 vom Team Wiskirchen mit Carsten Welschar die Klasse V4 an. Während eines Stopps übernahm Lars Hieronymus die Führung und nutze die Gelegenheit unter anderem mit einer Rundenbestzeit von 10:03:339 Minuten den Vorsprung auszubauen. Aber nach sieben Runden schlug auch bei ihm die Reservelampe Alarm, er riskierte zwar noch eine weitere Runde, fuhr aber sicherheitshalber in der 15. Runde an die Box für den letzen Fahrerwechsel und Tankstopp.

Auf Rang zwei liegend übernahm Thomas Schmid mit 19 Sekunden Rückstand auf den führenden BMW von Wiskirchen. Bis zur 18. Runde verkürzte er den Rückstand nach einer tollen Fahrleistung auf zehn Sekunden. Doch plötzlich ließ die Bremsleistung nach und das Tempo musste gedrosselt werden, damit war der BMW nicht mehr einzuholen. Der Dritte vom Airnergy Team BMW 325i E46 mit Johannes Reuter / Christian Kautz lag bereits vier Minuten hinter Thomas Schmid, so dass von hinten keine Gefahr mehr bestand.