Die Langstreckenmeisterschaft Nürburgring war am vergangenen Wochenende das Ziel des Teams von Mamerow Racing. Als schnelles Vater-Sohn-Gespann griffen Peter und Chris Mamerow im Porsche GT3 RS beim dritten Saisonlauf zum ersten Mal ins Geschehen ein – und waren dabei auf Anhieb in der Spitzengruppe dabei. Nach letzten Detailänderungen am Fahrwerk nach den Einstellfahrten am Freitag qualifizierte sich der Porsche auf dem vierten Startplatz.
„Bei feuchten Bedingungen waren wir sogar bis kurz vor Schluss die Schnellsten“, schildert Teamchef Peter Mamerow. Beim Start-Turn am Samstag saß Chris Mamerow am Lenkrad und konnte sich vor 28.000 Zuschauern hervorragend behaupten. „Ich bin als Vierter gestartet und habe in der Mercedes-Arena gleich Jürgen Alzen außen überholt“, grinst der 21-Jährige. „Auf der Döttinger Höhe konnte ich dann auch noch am Land-Porsche von Basseng / Simon vorbeiziehen und mich innerhalb von einer Runde acht Sekunden absetzen.“ Der Mamerow-Porsche im Langstrecken-Trim war damit auf Anhieb voll konkurrenzfähig. Nur Pech verhinderte ein hervorragendes Ergebnis. Peter Mamerow: „Im Rennen konnte sich Chirs bis zu seinem Boxenstopp auf Platz zwei hinter dem Manthey-Porsche mit Luhr, Bernhard und Tiemann etablieren.“
Nachdem der Vater das Steuer übernommen hatte, gab es eine Begegnung mit einem alten Weggefährten: „Nach dem Boxenstopp lagen wir hinter dem Alzen-Team, und ich habe mir einen tollen Kampf mit Klaus Ludwig geliefert. ‘Wie in alten Tagen‘, hat Klaus mir nachher zugerufen. Leider hat mich ein BMW-Pilot beim Überrunden wohl nicht gesehen. Klaus schlüpfte noch durch, ich bin leider mit dem BMW kollidiert. Das war Pech, denn diesen Fight hätte ich gerne bis ins Ziel ausgetragen.“ Trotz des ärgerlichen Ausfalls – ein Podestplatz wäre erreichbar gewesen – ist die Bilanz positiv: „Wir waren am ganzen Wochenende in der Spitzengruppe“, analysiert der Teamchef. „Damit hat niemand gerechnet – das hat doppelten Spaß gemacht.“












