Tabellenführung für Schneider/Schumacher

Beim zweiten Lauf des Honda Civic-Cups, der im Rahmen der Langstreckenmeisterschaft auf den Nürburgring ausgetragen wird, holten sich Ralph-Peter Rink/Andreas Weiland (Frankfurt/Bad Vilbel) den ersten Saisonsieg. Platz 2 belegten Bernd Schneider/Gerd-Michael Schumacher (Euskirchen/Hagen), die damit auch die Cupführung übernahmen. Es herrschte typisches Aprilwetter in der Eifel. Morgens war es kalt und neblig, die Fahrbahn hatte noch zahlreiche feuchte Stellen, erst im Verlauf des Nachmittags schaute die Sonne durch. 14 Honda Civic nahmen das Training auf. Bestzeit erzielten Uwe Unteroberdörster/Marcel Engels/Wilfried Schmitz (Lohmar/Willich/Setterich) vor dem VLN Honda Junior-Team mit Christoph Breuer/Benjamin Koske/Demian Schaffert (Nettersheim/Büttelborn/Aachen). Michael Marsani/Olaf Neunkirchen/Stefan Gosch (Hattingen/Köln/Neu-Isenburg) mussten nach dem Training einpacken, die Zylinderkopfdichtung war defekt.

Die Trainingsschnellsten übernahmen nach dem Start sofort das Kommando. Doch durch einen Ausrutscher fielen Unteroberdörster/Engels/Schmitz weit zurück und belegten im Ziel nur den 7. Rang. Anschließend gingen Werner Uetrecht/Florian Fricke (Stemwede/Nienstädt) vor Rink/Weiland in Führung. Allerdings nur so lange bis das Team beim Überrunden von einem Konkurrenten abgeschossen wurde. Rink/Weiland hielten die Spitzenposition dann bis ins Ziel. Das Team war aber nicht 100-prozentig zufrieden. Weiland: „Wir waren zu kurz übersetzt, deshalb die Rundenzeiten zu langsam. Aber da das Auto sonst perfekt war, konnten wir mit konstanten Runden sicher gewinnen.“ Schneider/Schumacher belegten nach problemloser Fahrt erneut Rang 2. Schumacher: „Es ist schön, die Führung im Cup zu übernehmen, aber in dieser Saison wollen wir mehr als zweite Plätze.“ Rang 3 ging überraschend an das Trio Mark Giesbrecht/Frank Kuhlmann/Hans Keutmann (Ganderkesee/Bramsche/Nideggen). Giesbrecht: „Wir haben keine Fehler gemacht und sind unser Tempo gefahren.“ Platz 4 war ein großer Erfolg für das ukrainische Duo Duo Oleksiy Kikireshko/Alex Mochanov. Rang 5 für Andre Krumbach/Andreas Teichmann/Dr. Thomas Stoltz (Eschweiler/Meerbusch/Remscheid): „Wir hatten zwar auch ein leichtes Getriebeproblem, aber entscheidend haben uns zwei Reifenschäden zurückgeworfen.“

Auf Rang 6 fuhren Dr. Joachim Steidel/Herbert von Danwitz//Marcel Hoppe (Tönisvorst/Reckling-hausen/Lennestadt). Den letzten Platz in der Cupwertung belegte das Junior-Team, das Probleme mit der Servolenkung und einem gebrochenen Radträger hatte. Der Civic der Briten Peter Venn/Dave Allan in der SP-3-Klasse glänzte mit schnellen Rundenzeiten, sah allerdings nicht die Zielflagge.

Erneutes Pech für die Titelverteidiger Norbert Bermes/Harald Thönnes (Willich/Mülheim-Kärlich), die in 2006 mit einem neuen Honda Civic mit 1,8-l-Motor in der V2-Klasse starten. Wieder war nach einem Startunfall das Rennen mit einer krummen Hinterachse schnell beendet. Ein gutes Debüt feierte ein zweiter neuer Honda Civic Diesel. Professor Frank Herrmann/Andreas Mansfeld/Stefan Schlesack (Köln/Overath/Remscheid) fuhren das 140 PS starke Auto mit 2,2-Liter-Dieselmotor. Nach problemlosem Rennen mit konstanten Rundenzeiten reichte es zum Sieg in der neu geschaffenen Klasse der seriennahen Dieselfahrzeuge. Professor Herrmann: „Es hat riesigen Spaß gemacht. Das Auto ist einfach zu fahren und sicher zu beherrschen.“