Kein Glück für Mario Kossmehl

Ein technischer Defekt verhinderte einen Erfolg von Mario Kossmehl beim 2. Lauf der VLN Langstreckenmeisterschaft auf dem Nürburgring. Der Lennestädter musste das Fahrzeug nach knapp zweieinhalb Stunden abstellen.

Das Zeittraining am frühen Samstagmorgen verlief für den 18-jährigen noch erfreulich. Das Team schaffte mit der Fahrerpaarung Mario Kossmehl (Lennestadt), Frank Bierther (Bornheim) und Adam Osieka (Bonn) im Packeisen-BMW 130i den fünften Startplatz.

Nachdem seine Partner zu Beginn des 4-Stunden-Rennens keine Probleme mit dem Auto hatten, bemerkte Mario Kossmehl bei seinem Einsatz schon nach der ersten Runde eine Vibration im hinteren Teil des Fahrzeugs. „Gerade bei Rechtskurven gab es immer wieder ein Schlagen. Dann ging es wieder und kam in engen Ecken wieder zurück.“

Nach Durchfahrt über Start-und-Ziel fuhr er in die Mercedes-Arena ein und dort leuchtete plötzlich die ABS-Warnleuchte auf. Und jetzt ging alles blitzschnell. „Ich wollte noch bremsen und da brach schon das Heck aus“, so der Lennestädter. „Der BMW 130i war nicht mehr zu kontrollieren, alles blockierte und ich schlug in die Leitplanke ein.“

Teamchef Ulli Packeisen konnte kurz nach dem Rennen noch keine Erklärung finden: „Mario trifft auf jeden Fall keine Schuld. Vielleicht ist ein Kabel vom Sensor durchgeschmort. Das ABS ist ausgefallen und dadurch der Bremsassistent angesprungen. Das hat die Blockade verursacht.“

Doch Glück im Unglück war, dass am Packeisen-BMW 130i kein großer Schaden entstand und der Unfall auf der Kurzanbindung passierte. „Wenn ich auf der Nordschleife das Probleme gehabt hätte, wäre es wesentlich schlimmer geworden“, so abschließend Mario Kossmehl.