Gefestigte Ausgangssituation bei ETN

Über den Winter hat das Team ETN ganze Arbeit am Honda Civic geleistet. Mit einem optimierten Auto konnte das Fahrerduo Uwe Meuren und Arndt Hallmanns am 8. April an den Start gehen. Ihre eigenen Erwartungen haben beide dennoch nicht erfüllen können.

Schon das Zeittraining des 2. Laufes zur BFGoodrich Langstreckenmeisterschaft am Morgen des Renntages wurde von zahlreichen Aus- und Unfällen überschattet. Viele Gelbphasen und eine mehrere kilometerlange Ölspur vereitelten für alle Teilnehmer richtig schnelle Rundenzeiten. Auch die beiden Fahrer von ETN wurden so immer wieder aufgehalten und konnten am Ende keine richtig schnelle Zeit verbuchen. Von gut 150 Teilnehmern, die das Rennen in Angriff nahmen, fanden sich Uwe Meuren und Arndt Hallmanns auf dem vorletzten Platz ihrer Startgruppe. Den Start übernahm Uwe Meuren, verschlief ihn jedoch komplett und musste so dem Feld hinterher fahren. Der 39jährige Motorjournalist konnte aber seine Rundenzeiten stetig senken und somit ordentlich Boden gut machen. Der Führende der Klasse H1, in der Meuren und Hallmanns starten, war bereits zum frühen Zeitpunkt des Rennens nicht mehr aus eigener Kraft aufzuholen. Nach gut einer Stunde Renndistanz bekamen alle Teilnehmer durch die rote Flagge der Streckensicherung einen Rennabbruch signalisiert. Im Streckenabschnitt Kesselchen / Klostertal brannte ein Fahrzeug, dass nicht schnell genug gelöscht werden konnte, ohne die Sicherheit der anderen Teilnehmer zu gefährden.

Nach 30 Minuten wurde das Rennen erneut aufgenommen und diesmal übernahm Hallmanns den Start. Ähnlich wie Meuren verpasste auch er eine gute Ausgangsposition und musste als Vorletzter die erste Runde angehen. Die Rundenzeiten von Hallmanns purzelten stetig nach unten und so konnte sich der Rheinländer Runde für Runde nach vorne arbeiten. Konditionell angeschlagen übergab er den Honda Civic früher als geplant an den Unterfranken Meuren. Im letzten Stint fuhr dieser erneut kontinuierlich schnelle Zeiten, die jedoch zum Schluss wieder anstiegen. Zahlreiche, zum Teil schwere Unfälle, prägten das gesamte Rennen, besonders in der Schlussphase häuften sich die Unfälle. Meuren und Hallmanns hatten sich zu diesem Zeitpunkt auf Platz 2 der Klasse H1 vorgefahren, konnten aber auf den führenden nur minimal Boden gut machen. In den letzten drei Runden ließ Meuren auf Anweisung des Teamchefs den Führenden der Klasse ziehen, um den Wagen am Stück über die Ziellinie zu bringen. Am Ende sprang ein verdienter zweiter Platz für das Team raus.
Für das nächste Rennen hat sich das Team vorgenommen, wieder ganz oben auf dem Treppchen bei der Siegerehrung zu stehen. Während sich die Teaminhaber Carola und Dirk Esser um das Rennauto kümmern, arbeiten Uwe Meuren und Arndt Hallmanns weiter an ihrer Kondition – die besonders auf der Nürburgring Nordschleife ausschlaggebend ist im Kampf um Sieg oder Niederlage.