Erfolgreicher Saisonstart für Wölflick Racing

Nach einem Unfall mit Totalschaden und Motorschaden bei den ersten Testfahrten am Ring hatte das Team Wölflick Racing aus Quiddelbach viel Arbeit. Dank grossem Einsatz aller Teammitglieder standen aber rechtzeitig zur Saisoneröffnung der VLN ein neu aufgebauter Focus RS sowie der Focus STR mit neuem Motor in der Box 19. Das Freitagstraining lief mit beiden Fahrzeugen problemlos. Am Samstagmorgen zeigte sich bei zunächst kalten Temperaturen die Sonne. Nach der schneebedingten Absage des ersten Laufes und weiteren Schneefällen noch am Mittwoch machte sich Erleichterung breit – gentlemen start your engines!

Das Qualifying zum 31. DMV 4h Rennen gestaltete sich aufgrund der tiefen Temperaturen und verschmutzter Strecke nicht ganz einfach. Unter diesen Bedingungen war die Zeit von Stephan Wölflick im Focus STR (9:46) aber sehr gut und Startreihe 20 im ersten Starterfeld Lohn der Arbeit. Direkt neben dem werksunterstützten Aston Martin Vantage V8 und hinter dem Mercedes SLK 350 von Carlsson war man damit in illustrer Gesellschaft. Der Focus RS qualifizierte sich mit einer Zeit von 11:04 weiter hinten im 1. Starterfeld.

Damit gaben sich die Fahrer des Teams aber selbstverständlich nicht zufrieden. Gleich nach dem Start kämpfte sich der Schweizer Urs Bressan auf dem Focus STR weiter nach vorne bis das Rennen nach 5 Runden aufgrund eines brennenden Fahrzeugs abgebrochen wurde. Beim Restart ging es mit dem STR vom Gesamtplatz 35 wieder ins Rennen. Stephan Wölflick fuhr den STR gleich in der ersten Runde bis auf Platz 29 vor und konnte nach 8 Runden auf Platz 23 übergeben. Nach drei weiteren Runden kam dann der Notruf an die Box, die Bremsen des STR waren am Ende. Der \“Pilot\“ vom Team Wölflickhatte alle Hände voll zu tun um den Focus in der Anfahrt zum Flugplatz ohne Bremsen im 6. Gang und bei Geschwindigkeit von über 200 km/h vor dem Abflug zu retten und beschrieb das Erlebnis später als 2. Geburtstag oder so ähnlich….

Mit vorsichtiger Fahrt zurück zur Box und Wechsel der Beläge in 4 Minuten fanden sich das Team auf Platz 36 wieder. Danach war der Fahrer aber nicht mehr zu halten und blies nochmals zum Angriff. Gesamtrang 26 und der Sieg in der Klasse SP4T waren das hervorragende Ergebnis. Ohne den zusätzlichen Stop wäre mindestens Platz 22 drin gewesen. Der Schluss des Rennens brachte dann noch einige Verwirrung. Eigentlich dachten man die letzte Runde zu absolvieren, als der führende Manthey Porsche mit Lucas Luhr, Timo Bernhardt und Marcel Tiemann die Ziellinie 52 sec. vor Ablauf der Rennzeit nochmals überquerte. So musste auch unser Auto noch eine Runde dranhängen. Alle bangten, ob der Sprit für die zusätzliche Runde noch ausreichen würde. Aber der Focus STR hatte wohl im Gegensatz zu manch anderen Glück und erreichte die Ziellinie.

Auch der blaue Focus RS schlug sich tapfer. In der ersten Runde noch abgeschlagen auf Platz 131, fuhren Klaus Bellingen, Andree Bellingen und Michael Klein bis kurz vor Rennende auf Platz 102 vor. Dann kam leider die Ernüchterung, im Hatzenbach blieb der Focus RS mit einer gebrochenen Antriebswelle vorne links liegen und kam so leider nicht mehr in die Wertung.

Alles in allem ein sehr erfolgreiches Wochenende für Wölflick Racing. Der Focus STR konnte endlich sein grosses Potential umsetzen und wird mit den geplanten Verbesserungen für weitere Spitzenplätze gut sein. Damit reisten alle zufrieden nach Hause, wobei sich einige über den leichten Sonnenbrand wunderten – die Eifel kann offenbar auch anders.

Beim nächsten Rennen zur Langstreckenmeisterschaft wird nur der Focus RS an den Start gehen. Der Focus STR wird beim übernächsten Lauf die Verfolgung der Spitze wieder aufnehmen und sich auf das bevohrstehende 24h Rennen vorbereiten. Beim 24h Rennen wird der Focus STR mit Dr. Stefan Terkatz, Urs Bressan, Stephan Wölflick und einem \“Überraschungs-Fahrer\“ antreten.