Freude und Leid für Mario Kossmehl beim Saisonauftakt

Unterschiedlich verlief der Saisonstart für den Lennestädter Mario Kossmehl beim Saisonauftakt der Langstreckenmeisterschaft auf der Nürburgring-Nordschleife am 08. April 2006. Nachdem er am Samstagmorgen sehr schnell unterwegs war, musste man das Auto nach ca. 1 Stunde abstellen.

Am Freitag bei den offiziellen Einstellfahrten war Mario Kossmehl mit dem BMW 130i noch sechs Sekunden langsam als Teamchef und –kollege Ulli Packeisen (Wuppertal). Aber immerhin schon über 12 Sekunden schneller als bei den Testfahrten 14 Tage zuvor! „Ich habe mich sehr sicher gefühlt“, so der schnelle Youngster, „das Team hat den BMW optimal vorbereitet und er lag immens gut.“

Am frühen Samstagmorgen stand für die über 170 Teilnehmer das Zeittraining auf der 24,433 km langen Nordschleife an. Und der Lennestädter war in hervorragender Form. Mit 10:03,863 Minuten konnte er mit den PS-stärkeren Fahrzeugen seiner Klasse V5 mithalten.

Aufgrund der tollen Leistung entschied Teamchef Ulli Packeisen, Mario Kossmehl den Start des 4-Stunden-Rennens fahren zu lassen. Dieser erfolgte um 12.00 Uhr und Kossmehl erwischte einen super Start und konnte direkt vier Fahrzeuge hinter sich lassen. Nun machte er sich an die Verfolgung der schnelleren Autos und kam immer näher ran. Aber auch die schnellen Honda Civic kamen immer näher und plötzlich war der BMW 130i inmitten der Civic eingekeilt. Natürlich wollte der 18-jährige seinen Platz verteidigen und lieferte sich harte aber faire Zweikämpfe. Im Streckenabschnitt „Schwalbenschwanz“ war er dann aber einen Tick zu schnell und der BMW 130i brach aus, drehte sich und schlug leicht in die Leitplanke ein. Allerdings noch hart genug, um einen Radträger zu beschädigen.

Mario Kossmehl konnte noch zur Box fahren und das Auto dort untersuchen lassen. Die Packeisen-Crew versuchte ihr Bestes und schickte das Auto wieder auf die Strecke. „Doch es war nicht mehr gut fahrbar und deshalb haben wir uns entschlossen besser aufzugeben, bevor es noch größere Komplikationen gab…“, so Teamchef Ulli Packeisen. Zufrieden war er aber mit der erbrachten Leistung „seines“ Piloten: „Mario fuhr im Rennen eine Zeit von 10:02 Minuten. Das ist für das erste Rennen sehr gut.“

Und Mario Kossmehl meinte nach dem Rennen: „Natürlich ist man enttäuscht, wenn man solch einen Ausfall verkraften muss. Ich kenne nun die Grenzen des Autos. Bis dahin lief es wirklich gut und ich konnte zufrieden sein. Einzig die vielen Kontrollleuchten im Fahrzeug muss ich noch kennen lernen, da hatte ich noch meine Probleme.“