Generationenteam zufrieden über erfolgreiche GAS-Testfahrt

Die Test- und Einstellfahrten zur Saison 2006 der BFGoodrich-Langstreckenmeisterschaft, am vergangenen Wochenende, stellten für das Generationenteam ein erfolgreiches erstes Rollout auf der Rennstrecke dar. Die Piloten Dirk Kremp und Karl Brinker attestierten dem, von Böckmann Renntechnik vorbereiteten und mit Autogas betriebenen, Ford Fiesta ST-Cup LPG DK 06 eine Erfolg versprechende technische Basis und genügend ausbaubares Potential. Aufgrund der widrigen Wetterverhältnisse auf der Eifelrennstrecke, testete das Team nur auf der Grand Prix Strecke des Nürburgrings und verzichtete aus Sicherheitsgründen auf eine Ausfahrt auf die Nordschleife, wo die weitgehend trockene Fahrbahn auf Randsteinen und Auslaufzonen noch vom Schnee eingefasst war. Kleinere Bäche mit Schmelzwasser und vereiste Randstreifen sorgten bei sonnigem Wetter später für Unfälle anderer Teilnehmer und bestätigten im Nachhinein diese Entscheidung.

Positiv bewerteten Techniker und Fahrer die Leistungsentfaltung des 1,6 Liter Ford Zetec Motors mit Gasanlage. Dirk Kremp: „Zwischen 2.500 und 8.000 U/Min haben wir eine optimale Leistungskurve, die winterlichen Tests bei unserem niederländischen Anlagenpartner PRINS haben sich bezahlt gemacht und auch die Gasanlage als solche, hat heute bis auf technische Kleinigkeiten gut gearbeitet.“ Leichte Elektronikprobleme konnten noch vor Ort von Gunnar Adam, Geschäftsführer von GAS-Autogassysteme, aussortiert werden. Vollkommen problemlos erfolgte dagegen die Kraftstoffzufuhr des Autogases. Unter den zufriedenen Blicken des RHEINGAS-Geschäftsführers Wolfgang Jacobs, absolvierten die Fahrer viele Testkilometer, ohne das ein Kraftstoffproblem aufgetreten wäre. Entwicklungsbedarf sieht das Team um Dirk Kremp und Einsatzteamchef Klaus Böckmann allerdings noch beim Antrieb des Fords. Eine gerissene Antriebswelle sorgte für kurzfristiges Stirnrunzeln, ob man in Zukunft auf verstärkte Wellen zurückgreifen wird, ist noch unklar. „Die Zusammenarbeit zwischen Einsatzteam, Piloten und Gassupport funktionierte an diesem Wochenende perfekt, die Technikcrew um GAS-Autogassysteme leistete sehr gute Arbeit am Fahrzeug“ so Klaus Böckmann abschließend. Karl Brinker und der junge dritte Pilot Dennis Schmidt zeigten sich vom Projekt begeistert und beeindruckt, Schmidt kam, da er sein 18. Lebensjahr bisher nicht erreicht hat, noch nicht in den Genuss einer Ausfahrt, wird in der zweiten Saisonhälfte aber aktiv zum Team dazu stoßen.

Überrascht zeigten sich das Generationenteam und Böckmann Renntechnik vom regen Zuschauerinteresse. Zahlreiche Fragen zum Thema Gas zeigten, dass das Thema in der heutigen Wirtschaftssituation für den Endverbraucher einen hohen Stellenwert besitzt.