Ralf Goral heißt der Meister der Premierensaison des Peugeot 206 RC \“VLN\“-Cup. Dem ehemaligen Kart-Vizeweltmeister aus Moers, der für das Team vom \“Autohaus Schmitz\“ antritt, reichte beim Saisonfinale auf der Nordschleife des Nürburgrings ein zweiter Platz zum Titelgewinn, da seine Rivalen in dem dramatischen Rennen punktelos blieben.
Eine kleine Vorentscheidung fiel bereits im Zeittraining. Tabellenführer Jürgen Nett aus Mayen vom \“Autohaus Nett\“ kam auf einer Ölspur von der Strecke ab und beschädigte seinen Peugeot 206 RC so stark, dass eine Reparatur vor Ort nicht möglich war. Nett und sein Partner Rolf Schütz mussten daher auf den Rennstart verzichten. Trotzdem des Pechs zog Jürgen Nett eine positive Bilanz: \“Von diesem Unfall mal abgesehen, hatten wir mit drei Siegen und drei zweiten Plätzen eine tolle Saison. Nach viel Entwicklungsarbeit am Fahrwerk hatten wir ab dem siebten Rennen unser optimales Setup gefunden. Es wäre toll, wenn auch 2006 das Engagement fortgesetzt wird.\“
Bereits kurz nach dem Start des Vierstunden-Rennens setzte sich der Trainingsschnellste Karl-Eduard Reinders aus Mönchengladbach von seinen Verfolgern ab. Als bei einsetzendem leichten Regen der zweite Fahrer des Teams vom Peugeot-Partner \“Autohaus Lasarzewski\“, Frank Borkowsky, als einziger Pilot im Feld nicht auf Regenreifen wechselte, war der Grundstein für den Sieg gelegt. Dank dieses taktischen Schachzuges fuhren Reinders/Borkowsky bis ins Ziel einen Vorsprung von dreieinhalb Minuten heraus. Borkowsky zog daher ein positives Saison-Resümee: \“Es hat richtig Spaß gemacht. Unser Auto war ab Mitte der Saison super. Wir müssen jedoch noch an den Boxenstopps arbeiten, da haben wir oft Zeit eingebüßt.\“
Auf Platz zwei lag in der Anfangsphase der Kleinostheimer Philipp Stange, der sich als Tabellendritter ebenfalls noch Hoffnungen auf den Titel machte. Doch zwei Ausrutscher und der Riss des Kupplungsseils zwangen ihn und seinen Partner im Peugeot 206 RC des \“Autocentrum Stange\“, Marco Wolf, zur Aufgabe. \“Heute ist es schlecht gelaufen. Ich bin in der Aremberg-Kurve ins Kiesbett gerutscht und musste rausgezogen werden. Später hatte ich eine Kollision und musste in die Wiese. Als mir dann das Kupplungsseil gerissen ist, waren die Meisterschaftschancen von meinem Partner Marco Wolf dahin\“, erklärte Stange.
Damit war der Weg zum Titelgewinn für Ralf Goral frei. Ohne Risiken einzugehen, fuhr der 38-Jährige auf Rang zwei ins Ziel. Der Premierenmeister freute sich dementsprechend: \“Die Saison hat mit ihren Höhen und Tiefen riesigen Spaß gemacht. Das Auto ist toll und läuft wie ein Uhrwerk. Nach dem Ausfall von Jürgen Nett musste ich im Rennen nur Marco Wolf im Auge behalten. Nach seinem Ausfall hieß das Ziel: ankommen.\“
Position drei ging im 30. DMV-4-Stunden-Rennen nach einer sehenswerten Aufholjagd an Stephan Vormann/Guido Michels von der Peugeot-Filiale \“Peugeot Rheinland\“, die erst in der letzten Runde am Trio des Peugeot-Partners \“Autohaus Weißweiler\“, Karl-Heinz Hauwarth/Sascha Weber/Michael Bohrer vorbeigingen. \“Ich bin mit der Saison zufrieden\“, so Vormann. \“Es war ein Lehrjahr für alle, aber wir möchten auf jeden Fall 2006 weiter machen.\“
Und auch Karl-Heinz Hauwarth will dann wieder mit dabei sein. \“Unsere Saison war durchwachsen. Wir haben aber viel gelernt und hoffen davon im kommenden Jahr zu profitieren\“, erklärte der Pilot aus Mechernich.
Karsten Frensch, der zusammen mit Bruder Florian für den familieneigenen Betrieb \“Autohaus Frensch\“ in Remagen antritt, schied beim Saisonfinale aus. Doch auch der Rheinländer plant bereits für die kommende Saison: \“Die Serie ist gut und wir möchten unser Auto auch im nächsten Jahr einsetzen. Dann werden wir es allerdings vermieten, da wir selbst mit einem 206 in der Klasse SP2 antreten wollen.\“
Mit dem zehnten Saisonlauf endete das Debütjahr des Peugeot 206 RC \“VLN\“-Cup in Deutschland, der zusammen mit der BFGoodrich Langstrecken-Meisterschaft auf der Nordschleife des Nürburgring antrat. Dabei übernahmen sieben Peugeot-Partner eine Vorreiter-Rolle und brachten die sportlichste Variante des Peugeot 206, den 206 RC, in einer Rundstrecken-Rennversion an den Start. Die sieben Peugeot 206 RC \“VLN\“ starteten bei den Rennen zur Langstrecken-Meisterschaft in der Klasse Peugeot 206 RC \“CUP 5\“, die weitgehend der seriennahen Klasse V3 bis 2.000 ccm entspricht.












