ClickVers Porsche feiert mit Platz 5 ein gutes Saisonfinale

Beim 30. DMV-4-Stunden-Rennen, dem Saisonfinale der BF-Goodrich-Langstreckenmeisterschaft 2005, erzielte das ClickVers-Team Kersten Jodexnis / Wolfgang Destrée (Hannover / Zornheim) bei kaltem und durchwachsenem Novemberwetter im Porsche 997 GT3 mit dem fünften Gesamtrang und dem vierten Platz in der Klasse Specials SP7 gute Ergebnisse.

Es war der dritte Einsatz des von ClickVers neu aufgebauten Porsche 997. Nach den ersten zwei Renneinsätzen hatte man die Aerodynamik noch einmal erfolgreich modifiziert. Doch im Training sahen sich die beiden erfahrenen Piloten wieder mit neuen Problemen konfrontiert. Das Fahrzeug war vor dem Saisonfinale noch einmal vermessen worden, doch wie sich bereits in den ersten Trainingsrunden herausstellte, mit den falschen Maßen. Das Fahrzeug war nahezu unfahrbar und so rollte man die Pflichtrunden regelrecht zu Ende.

Trainingsrang 19 in der ersten Startgruppe war die Quittung für das technische Problem. Die Pause zwischen Training und Rennbeginn nutzte die Mechanikermannschaft und vermaß den blau-gelben Boliden neu. Rechtzeitig rollte Wolfgang Destrée auf seinen Startplatz. Das Feld fuhr bei noch trockenen Streckenverhältnissen in die Einführungsrunde, entsprechend der Startaufstellung reihten sich die Fahrzeuge ein. Im fliegenden Start ging es über die Start-Ziellinie und Destrée hielt sich nicht lange im Gedrängel der hinteren Startreihen auf. Trotz starker Schmerzen im Fuß – vor zwei Tagen hatte sich der Ex-Porsche-Supercup-Meister einen Zeh gebrochen – schob er sich vehement durch das Feld und wurde nach der zweiten Runde schon auf dem sechsten Gesamtrang notiert. Diese Platzierung festigte der Zornheimer in den nächsten Runden, während die ersten Boxenstops und Fahrerwechsel an der Spitze begannen.

Destrée hatte bewusst seinen Startturn länger gesetzt und so zeigte der Monitor zur Freude der Boxencrew bald den ClickVers-Porsche in Führungsposition an. Planmäßig kam Destrée nach Runde elf an die Box. Der Fahrerwechsel verlief routiniert und Jodexnis rauschte ohne Verzögerung wieder ins Renngeschehen hinein. Während des Stops hatten sich der Land-Porsche und die Zakspeed-Viper wieder an die Spitze des Feldes gesetzt, als Dritter folgte der Scheid-BMW. Jodexnis geriet in einen Dreikampf mit Klaus Abbelen und Thomas Messer, die ebenfalls schon einen Porsche 997 – in der Supercup-Version – einsetzten. Wegen Überholmanövern mit mehreren langsameren Fahrzeugen musste sich der ClickVers-Porsche zunächst hinter den beiden Konkurrenten einreihen. Bis zum nächsten Fahrerwechsel verlief das Rennen für Jodexnis ohne Zwischenfälle und an sechster Position liegend kam er planmäßig an die Box. Mit neuen Slicks ging Destrée wieder auf die Strecke. Es begann zu nieseln und von Runde zu Runde wurde der Regen in verschiedenen Streckenabschnitten stärker.

Viele Teams wechselten auf Regenreifen, darunter auch Land und Zakspeed. Doch bei ClickVers setzte man auf die Erfahrung von Wolfgang Destrée. Per Funk sprach man sich mit dem Fahrer ab, entschied sich gemeinsam für die Weiterfahrt auf profillosen Reifen. Während der nächsten Runden, in der sich die Nordschleife in eine schmierige Rutschbahn verwandelte, ließ sich Destrée nicht aus seinem Konzept bringen, zauberte saubere Runden und verlor keine Zeit mit weiteren Boxenstops. Tatsächlich ließ der Niederschlag nach, die Strecke begann gegen Rennende abzutrocknen. Noch in den letzten Runden entbrannte ein Duell zwischen Stefan Beil (Porsche 996) und Destrée, welches der ClickVers-Pilot schließlich klar für sich entscheiden konnte. Gesamtrang fünf und Rang vier in der Klasse waren der Lohn für routiniertes Fahren, richtige Taktik und gute Mechanikerarbeit. Entsprechend gut war nach dem Rennen auch die Stimmung im Team: \“Mit diesem Ergebnis gehen wir sehr zufrieden in die Winterpause\“, so Kersten Jodexnis und Wolfgang Destrée, die mit dem ClickVers-Porsche 997 GT3 auch in der BFGoodrich-Langstreckenmeisterschaft 2006 wieder starten werden.