Mercedes-Klassensieg in der V4

Knisternde Spannung herrschte beim 29. DMV 250-Meilen-Rennen nicht nur bei der Entscheidung um den Titel der Saison 2005, sondern auch in der Klasse V4, in der das Team „Der Stern von Willich Motorsport“ noch um den Klassensieg kräftig mitmischen will.

Dass der Start zum Trainingslauf im zehn Minuten Rhythmus um insgesamt anderthalb Stunden wegen Nebels verschoben wurde, konnte das Team ebenso wenig beeindrucken wie die noch feuchte Strecke. Mit einer zunächst vorsichtigeren Fahrweise erreichte das Team einen ansehnlichen zweiten Platz mit einer Rundenbestzeit von 10:03:398 Minuten. Das Fahrzeugfeld in der Klasse V4 hat sich inzwischen nach einer harten Saison auf nur noch neun Fahrzeuge gelichtet. Spitzenreiter in der Gruppe war wieder einmal Bernd Küpper vom Dürener Motorsport Club mit einer Bestzeit von 10:01:439 Minuten.

Im Rennen bekam Startfahrer Thomas Schmid eine sehr gute Startposition zugewiesen. Trotz großem Gedränge in der Startphase konnte Thomas Schmid bereits in der ersten Runde den BMW der Dürener im Schwedenkreuz abfangen, sich an die Spitze setzen und mit sehr guten Rundenzeiten die Führung noch ausbauen. Die hohe Geschwindigkeit forderte aber auch ihren Tribut an die Reifen, so dass Thomas Schmid den Speed etwas reduzieren musste. Bis auf einen kleinen Ausrutscher ins Kiesbett wegen eines Bremsmanövers in der NGK-Schikane, verliefen die ersten neun Runden ohne Zwischenfälle. Danach Übergabe an Lars Hieronymus mit einem Vorsprung von 30 Sekunden. Dieser konnte mit konstant guten Rundenzeiten den Vorsprung auf 90 Sekunden bis zur 18. Runde ausbauen. Thomas Schmid übernahm dann wieder zum Endspurt.

Mit diesem Vorsprung konnte man noch bequem Sprit für eine mögliche Zusatzrunde aufnehmen. Welch ein Glück, denn der Fall der Fälle trat tatsächlich ein. Verwirrung herrschte zunächst bei der Zieldurchfahrt. 0,042 Sekunden vor dem Erreichen der auf vier Stunden angesetzten Renndistanz überquerte Timo Bernhard im Manthey-Porsche die Ziellinie. Dies führte dazu, dass eine handvoll Teams für die weitere Runde nicht genügend Sprit an Bord hatten und erneut die Box zu einem kurzen Tankstopp ansteuern mussten.

Das Team Stern von Willich konnte dies nicht mehr stören, der Klassensieg stand fest, vor dem BMW E46 vom Dolate Team, dem BMW 325 vom Dürener Motorsport und dem BMW M3 E30 ebenfalls vom Dolate Team. Damit belegt das Team Rang 42 in der Gesamtwertung und weiterhin Rang drei in der Meisterschaftswertung der Klasse V4.

Noch ein kleines Schmankerl am Rande erwähnt, von den neun verbliebenen Fahrzeugen der Klasse V4 glänzte der einzige Stern über acht BMW. „Jaja, Freude am Fahren!“