Leider gab es beim achten Lauf der BFGoodrich Langstreckenmeisterschaft nur ein sehr kurzes Comeback von Artur Deutgen. Bereits in der fünften Rennrunde hatte Startfahrer Uwe Alzen vermutlich nach einem Reifenplatzer einen sehr schweren Unfall im Bereich Schwedenkreuz, einem der schnellsten Streckenabschnitte der Nürburgring-Nordschleife.
\“Zum Glück hat sich Uwe bei diesem Megaabflug nur leichte Prellungen sowie eine Gehirnerschütterung zugezogen, das Ganze hätte auch viel schlimmer enden können\“, war Artur Deutgen nach dem Rennen dennoch zunächst einmal sehr erleichtert. \“Natürlich ist es schade, dass ich nicht zum Einsatz gekommen bin, aber das ist erstmal zweitrangig. Wichtig ist, dass Uwe weitgehend unverletzt ist. Besonders leid tut mir jetzt Jürgen Alzen, denn der Schaden ist doch sehr beträchtlich.\“
Bereits am Freitag beim freien Training gab es kleinere Probleme am Alzen-Porsche, so dass Artur nicht wie geplant seine erste Testrunden im freien Training, sondern erst am Samstag im Zeittraining fahren konnte. Nach zwei Runden GP-Strecke ging es dann zum ersten mal mit dem \“Turbinchen\“ auf die Nordschleife. Und das bei einer aufgrund des Morgennebels leicht feuchter Strecke mit Slicks. \“War schon ein mulmiges Gefühl, diese \“Kanonenkugel\“ zum ersten mit Slicks auf feuchter Strecke zu fahren\“, grinste Artur nach dem Zeittraining. Aber dennoch kam der Duisburger gut mit dem Alzen-Porsche zurecht, denn die Nummer 77 tauchte auf der vorübergehenden Pole Position auf.
\“Allerdings hatte ich auf der Döttinger Höhe ganz massive Vibrationen, ich musste ständig korrigieren\“, war sich Artur Deutgen nach seiner zweiten Runde nicht sicher, ob dieses Fahrverhalten für den Porsche so normal ist. Doch auch Uwe Alzen bestätigte nach seinem Einsatz im Training diese Vibrationen, was ihn aber nicht davon abhielt, den Turbo-Porsche auf die Pole-Position zu stellen. Artur sollte nach acht Runden das Volant übernehmen, aufgrund des oben beschriebenen Unfalls kam es dazu leider nicht mehr.
\“Jürgen ist am Boden zerstört, dieses Auto ist gewissermaßen sein Baby\“, versuchte Artur nach der Schreckensnachricht Trost zu spenden. \“Sicherlich geht es bei Alzen weiter, das ist man den Sponsoren schuldig. Aber den Turbo wird es in dieser Saison nicht mehr geben, der Schaden ist viel zu groß\“, ist auch Artur Deutgen sehr enttäuscht, war dies doch für ihn die Chance, endlich wieder um Gesamtsiege mitkämpfen zu können.
Ich würde jedenfalls sehr gerne weiter mit dem Alzen-Team zusammen arbeiten, denn die Atmosphäre und das ganze Drumherum sind perfekt. Wir waren sofort auf einer Wellenlänge und ich habe mich sehr wohl gefühlt\“, freut sich Artur jetzt schon auf die kommenden Aufgaben, egal welches Auto dann zum Einsatz kommen wird.












