Dramatischer Sieg für Bonnfinanz Motorsport

Den drei Piloten Oliver Rövenich, Thomas Ambiel und Thomas Brügmann gelang auf dem Bonnfinanz-BMW M3 im neunten Rennen zur Langstreckenmeisterschaft auf dem Nürburgring der fünfte Sieg der Saison. Von der Poleposition aus gestartet, hielt sich Startfahrer Thomas Ambiel konstant vor dem stark fahrenden Martin Tschornia des MSC Rhön. Kurzeitige Führungswechsel konnte der ehemalige VW Lupo-Cup Fahrer Ambiel innerhalb weniger Kurven später wieder für sich entscheiden. Bis zum Wechsel auf Thomas Brügmann hatte sich der jüngste Fahrer des Trios erneut einen Sekundenvorteil herausgefahren. „Das Rennen war bereits zu Anfang durch eine Reihe Gelbphasen und Unfälle geprägt, sodass wir im Kampf um die Spitze immer wieder zusammen rutschten, trotz allem behielt ich die Führung.“

Der Wechsel vom jüngsten auf den ältesten Bonnfinanz-Fahrer Thomas Brügmann gestaltete sich unproblematisch und so gelang es auch diesem bereits in seiner zweiten Runde wieder auf den BMW des MSC Rhön aufzulaufen und sich die Führung kurzerhand zurückzuholen.

Teamchef Dieter Rövenich bedachte seinen Schlussfahrer und Sohn Oliver Rövenich mit einer speziellen Tanktaktik, die sich im Laufe des Rennens noch zu einem dramatischen Schlussakt entwickeln sollte. Dieser kam drei Runden vor Ende der 4-Stunden Marke zum letzten Boxenstop und wurde einzig mit wenig Benzin versehen. Da der führende Porsche des Team Manthey Racing nur 0,042 Sekunden vor Ende des vier Stunden dauernden Rennens die Ziellinie überquerte, führte das dazu, dass eine handvoll Teams für die weitere Runde erneut die Box zu einem kurzen Tankstopp ansteuern mussten. „In der Boxengasse waren in Runde 28 die Tankanlagen bereits abgestellt, da die Nürburgring GmbH davon ausgegangen war, dass das Rennen beendet sei“, erklärte Rennleiter Peter Bröcher. Auch bei Bonnfinanz Motorsport, war man nicht von einer weiteren Runde ausgegangen, sodass Oliver Rövenich im Schongang die letzte Runde bestreiten musste. Letztlich aber siegte das Team mit 56 Sekunden Vorsprung. Dieter Rövenich: „Die letzten Minuten waren äußerst Nervenaufreibend, wir wussten nicht ob der Sprit reichen würde, zudem war auch noch unser Funk ausgefallen. Als unser BMW dann die Ziellinie als Erster überquerte, kannte die Freude keine Grenzen mehr.“

In der Meisterschaftstabelle liegt Bonnfinanz Motorsport seit sechs Wochen weiterhin ungeschlagen auf Rang eins und kann seinen Vorsprung mit 60,47 Punkten auf den Vorjahresmeister René Wolff und seinen Co Ben Koske sogar noch ausbauen.