Auf dem Weg zum Podium durch schweren Unfall gestoppt

Beim neunten Lauf zur BF Goodrich Langstreckenmeisterschaft 2005 wurde der Eifelblitz auf dem Weg zu einem Podiumsplatz in Runde 14 durch einen schweren Unfall jäh gestoppt.

Das Zeittraining zum DMV-250 Meilen Rennen wurde aufgrund des Nebels verspätet gestartet und auch um 15 Minuten verkürzt. Nach dem Funktionscheck durch Teamchef Johannes Scheid hatte Dennis Rostek noch mit einer leicht feuchten und nebligen Strecke zu kämpfen.

Oliver Kainz sollte nun mit frischen Reifen auf Zeitenjagd gehen. Die erste fliegende Runde noch sehr zurückhaltend, hoffte Oliver Kainz auf eine schnelle zweite Runde. Doch leider verspürte er starke Vibrationen und musste die Runde zu Sicherheit abbrechen. „Irgendwas stimmt nicht, es vibriert stark und auch ein Brummton ist zu hören“, ärgerte sich der Kfz-Meister aus Mayen. Am Ende stand Startplatz sieben zu Buche.

Startfahrer Oliver Kainz brannte nun in der Anfangsphase des Rennens ein wahres Feuerwerk ab. Recht früh konnte er bereits den DTM-Opel von Ralf Schall sowie die Zakspeed-Dodge Viper überholen und sich somit auf dem ausgezeichneten fünften Gesamtrang festigen. Dabei gelang ihm mit einer Zeit von 8:40,364 Minuten bereits in der Startrunde seine bislang schnellste Rennrunde im Scheid-BMW.

„So gut wie heute ging der Eifelblitz noch nie. Ich konnte ohne große Probleme dieses Tempo gehen, zumal die Dunlop-Reifen auch nicht im Geringsten abbauten“, freute sich Oliver Kainz nach seinem Einsatz. Bedingt durch die beiden Unfälle von Uwe Alzen im Alzen-Porsche sowie Marc Basseng im Land-Porsche konnte Oliver Kainz auf Platz drei liegend das Fahrzeug an Dennis Rostek übergeben.

Dennis konnte sofort ähnliche Rundenzeiten fahren wie Oliver Kainz, womit der Podiumsplatz immer näher in Reichweite rückte. „Oliver hat mir beim Fahrerwechsel noch kurz gesagt, dass das Auto heute Top ist. Und er hatte recht, der Eifelblitz ging saugut“, bestätigte Dennis Rostek die Einschätzung von Oliver Kainz.

Doch in Runde 14 kam das jähe Ende für den Eifelblitz. In der Anfahrt zum Flugplatz überholte Rostek einen Peugeot auf der rechten Seite und war schon vorbei, als er hinten links einen Schlag bekam. Dadurch wurde der Reifen zerstört und für Rostek gab es kein Halten mehr.

„Ich war nur noch Passagier“, gestand der leicht geschockte Dennis Rostek nach dem Rennen. „Zum Glück konnte ich den Wagen noch in zwei Dreher zwingen und dadurch erheblich das Tempo reduzieren. Dennoch war der Einschlag sehr heftig, das war ganz sicher mein bislang schlimmster Unfall auf der Nordschleife. Ich will nicht wissen, was ohne die beiden Dreher passiert wäre“, ist Rostek dennoch froh, dass der Unfall vergleichsweise glimpflich ausging. Denn außer einigen Prellungen an Schulter und Nacken trug der 31-jährige Ostwestfale keine weiteren Verletzungen davon.

Nicht ganz so glimpflich lief der Unfall leider für den Eifelblitz ab, denn die Schäden insbesondere im Frontbereich sind doch beträchtlich. Aber wer Johannes Scheid kennt, der weiß auch, dass dieser jetzt zwei Wochen lang Tag und Nacht in seiner Garage werken wird, um den Eifelblitz für die letzten beiden Läufe wieder an den Start zu bringen.

„Normalerweise sollte es zeitlich zu machen sein, am 22. Oktober wieder am Start zu stehen“, ist Teamchef Johannes Scheid sehr optimistisch.