Was haben eine Marathonläuferin und unsere potente Spanierin gemeinsam? Beide kommen ohne eine ausreichende Flüssigkeitsversorgung nicht aus. Aber der Reihe nach. Erneut mussten wir uns, trotz intensivster Fehlersuche, dem aus dem vorangehenden Lauf bekannten Fehlerbild stellen. Dieses drückte sich in plötzlich auftretenden Aussetzern aus. Nach einem völlig befundfreien Freitagstraining, bei dem die Gelbe trotz angefahrener Rennreifen bereits eine rekordverdächtige Rundenzeit auf das Eifeler Parkett legen konnte, wartete das neu formierte Team mit Spannung auf das Zeittraining.
Auch nach der Warm-Up Runde konnte Christian Heigl bei der Lenkradübergabe an André Engel nur ein gelächeltes \“Sie will gewinnen\“ vermerken. Doch dann schlug der Dämon erneut zu, unerbittlich, unberechenbar. Im Tiefflug ging es bis zur Hatzenbach, als zum ersten Mal der ungestüme Vorwärtsdrang mit lautem Knall jäh unterbrochen wurde. Von diesem Punkt an folgte eine Zitterpartie mit drei kompletten Stehern zurück an die Box. Übrig blieben eine typische Wam-Up Zeit und ein Startplatz in exponierter Lage an hinterer Front des Startfeldes.
Fiebrig wurde in der Pause zum Rennen nochmals die komplette Elektrik überprüft, erneut alle Geber gecheckt, Fehlerspeicher ausgelesen. Die Leitung zwischen Nürburg und dem bayrischen Wettstetten glühte, als alle möglichen elektronischen Fehlerquellen nochmals ausgeschlossen wurden. Leider ohne Erfolg. Der Dämon war auf diesem Wege nicht zu packen. Schon in der Einführungsrunde zum Rennen trieb er erneut sein Unwesen und zwang Startfahrer André Engel direkt zur Aufgabe an die Box.
Aber unser Team wäre nicht unser Team, hätten wir nicht sofort mit einem finalen Exorzismus begonnen. Diese Schmach konnten wir unmöglich auf unserer Technik um Richard Rank und Thomas Bade sitzen lassen. System für System wurde unter die Lupe genommen, bis wir ihn fanden. Der Dämon in Form eines tanknahen Schlauches, der seine innere Seele in Form einer gummiartigen Masse in den Tank spülte. Diese verstopfte dann mehr und mehr das Benzinsystem, was gerade in Kurven für akuten Brennstoffmangel des Hochleistungstriebsatzes sorgte.
That´s race! Aber warum sich ein hauptberuflicher Benzinschlauch genau durch dieses auflöst, wird wohl immer mysteriös bleiben.
Euer
team engel/heigl












