Ehleiter/Klumpp im Dolate BMW auf dem Treppchen

Mit einem zufriedenen Grinsen stand Teamchef Jürgen Dolate am Ende des fünften Laufes 2005 bei der Zieldurchfahrt des BLF-BMW 325i an der Boxenmauer. „Unsere Arbeit am E46 trägt unerwartet schnell Früchte. Die Änderungen an der Aerodynamik in Verbindung mit einer Superleistung unserer Piloten ergaben einen hervorragenden dritten Platz – nur 34 Sekunden hinter den Klassensiegern.“

Schlüssel zum Erfolg waren keine absoluten Spitzenzeiten, die mit dem weitaus schwersten Auto in der Klasse der VLN-Serienwagen auch nicht möglich sind, sondern konstant zügige Zeiten über die gesamte Renndauer von vier Stunden. Auch in der kritischen Endphase des Rennes in dem viele Wettbewerber den tropischen Verhältnissen Tribut zollen mussten zog der Dolate E46 fast unbeeindruckt seine Bahnen. „Das Auto war topp vorbereitet und hat sich über die gesamte Distanz kaum verändert nur die Reifen haben gegen Ende verschleißbedingt etwas Grip verloren. Ansonsten war die ganze Performance hervorragend“, war der einhellige Kommentar der beiden Piloten. Für das 6-Stunden-Rennen wird das Fahrwerk aufgrund der vorliegenden Erkenntnisse weiter optimiert, so dass sicher noch mal 2-3 Sekunden drin sein sollten. „Wir erhoffen uns über die lange Distanz wieder ein sehr gutes Ergebnis, wenn wir es schaffen, diese Konstanz auch über sechs Stunden zu halten“, sieht Dolate optimistisch dem Saisonhöhepunkt entgegen.

Nicht ganz so glücklich waren die Klassenkonkurrenten Niki Wegeler/Daniel Zils auf dem BMW M3. Zwar startete der Dolate M3 mit einer Top-Trainingszeit von 9:55 Minuten aus der ersten Reihe aber ein Ausrutscher im Streckenabschnitt Schwalbenschwanz beendete in der Anfangsphase die bis dahin ausgezeichnete Vorstellung in Führung liegend.

Äußerst ungewöhnliche Reifenprobleme kennzeichneten den Einsatz von Alex Böhm/Jürgen Meyer auf dem BMW M3 V8. Die „Diva“ entpuppte sich bei den hochsommerlichen Verhältnissen als „Reifenmörderin“ und zerschliss stattliche drei Sätze der wertvollen Gummiware. Trotz dieser Umstände arbeitete sich Böhm in der Schlussphase wieder auf die zwölfte Gesamtposition vor, als eine Runde vor Rennende, ebenfalls im Schwalbenschwanz, das Triebwerk unvermittelt seine Arbeit einstellte. „Das Auto verhielt sich heute äußerst zickig – für die Reifenprobleme haben wir im Moment noch keine Erklärung, trotz aller Probleme wäre eine Top-Ten Plazierung drin gewesen“, kommentierte Böhm seinen höchst anstrengende „Tortur de Eifel“.