Mit dem RCM-DMV-Grenzlandrennen beendete die BF-Goodrich-Langstreckenmeisterschaft ihre erste Halbzeit 2005. Wie beim Rennen vor zwei Wochen hatte Manthey-Racing die Nase souverän vorn und siegte mit der Fahrerbesetzung Arno Klasen / Michael Jacobs (Karlshausen / Roedken) auf dem Porsche 996 GT3 MR. Ein weiteres Fahrzeug aus der Manthey-Rennwagenschmiede platzierte sich erfolgreich: Der ClickVers-Porsche 996 GT3 holte den achten Gesamtrang und Platz zwei in der Klasse VLN-Specials SP7.
Das bewährte ClickVers-Fahrerduo Wolfgang Destrée / Kersten Jodexnis (Zornheim / Hannover) ging vor 26.000 Zuschauern an den Start. Das Training verlief problemlos und man stellte die blau-gelbe Flunder auf Startplatz zehn. Die Pole-Position hatte einmal mehr Uwe Alzen mit seinem monströsen Turbo-Porsche inne. Hochsommerliche Temperaturen hatten den Fahrern bereits im Training einiges abverlangt und so bahnte sich das vierstündige Rennen als Hitzeschlacht an. Destrée übernahm beim ClickVers-Team den Start, kam bestens durch den dichten Verkehr in den ersten Runden und begann Plätze gut zu machen. An der Spitze des Feldes enteilte Uwe Alzen mit dem Ziel, einen satten Vorsprung auf die Verfolger herauszufahren – brauchte der Turbo-Porsche doch einen Tankstop mehr als die Konkurrenten. Das direkte Verfolgerfeld setzte sich aus Adorf im Jaguar V8 STAR, Jacobs im Manthey-Porsche, sowie Vater und Sohn Schall im Opel Astra V8 Coupé zusammen. Bereits nach der vierten Rennrunde rollte Alzen mit einem unreparablen Getriebeschaden in die Box, Adorf übernahm – den Manthey-Porsche im Genick – die Führung, musste diese eine Runde später an das leistungsstärkere Verfolgerfahrzeug auf der langen Gerade abgeben. Auch der Opel Astra von Ralf Schall überlebte die Anfangsphase des Rennens nicht und so dezimierte sich die Führungsgruppe gleich in den ersten Runden. Wolfgang Destrée schob sich auf den fünften Platz vor und hielt diesen bis zum ersten Boxenstop. Der verlief perfekt, Kersten Jodexnis übernahm und nahm das Rennen wieder auf.
Der weitere Rennverlauf war geprägt von vielen Gelbphasen, denn rund um die Nürburgring-Nordschleife gab es zahlreiche Unfälle. Hier verlor Jodexnis mehrere Plätze. Während der gelben Flaggen sammelten sich viele Fahrzeuge, auch aus den Klassen der langsameren Fahrzeuge. Diese Gruppen mussten sich bei Ende der Gelbphase erst einmal wieder auflösen. Jodexnis, als Gentleman-Driver stets mit Rücksicht und Fairness auch den kleineren Fahrzeugen gegenüber unterwegs, musste feststellen, dass nicht alle Konkurrenten mit diesen Tugenden ausgestattet sind. „Da geht es manchmal bei aufgehobener Gelbphase heftig zur Sache“, so der Routinier, „aber ich sehe es nicht ein, andere gleich nach der Gelbphase im dichten Gedränge brutal zu überholen oder abzudrängen. Schließlich können sich die Teilnehmer mit den schwächeren Fahrzeugen nicht in Luft auflösen.“ Unfallfrei und ohne technische Probleme brachte der Versicherungskaufmann den ClickVers-Porsche durch diese schwierige Rennphase. Auf Gesamtrang elf liegend kam er zum zweiten Fahrerwechsel an die Box, während an der Spitze bereits der Manthey-Porsche das Geschehen mit komfortablen Vorsprung vor dem Raeder-Jaguar V8 STAR im Griff hatte.
Aufgetankt und mit gewechselten Slicks ging Destrée als Schlussfahrer wieder auf die Strecke und holte in den nächsten Runden drei Plätze auf. Ein weiteres Aufholen wurde jedoch durch die zwar frisch montierten, jedoch zu lange gelagerten Reifen unmöglich. Zudem hatte in der zunächst noch in Schlagdistanz liegenden Zakspeed-Dodge Viper Markus Grossmann als starker Schlussfahrer das Lenkrad übernommen und machte mächtig Boden auf die Spitze gut. Den Sieg fuhr schließlich Arno Klasen im Manthey-Porsche ungefährdet nach Hause, Tilke / Adorf landeten mit Platz zwei wieder auf dem Siegertreppchen. Rang drei wurde in der Schlussphase des Rennens zwischen Belandy / Mölig und Riebensahm / Gerhard (Zakspeed Jaguar V8 STAR) durch einen schnelleren Boxenstop des Raeder-Teams entschieden. „Mit guten Reifen wäre der fünfte, sicher aber der sechste Gesamtrang drin gewesen“, so Wolfgang Destrée nach dem Abschneiden als Achter enttäuscht. Mit Platz zwei in der Klasse SP7 hinter dem Scheid-Team, welches mit dem starken BMW M3 E46 GTRS auf den fünften Gesamtrang gefahren war, zeigte man sich bei ClickVers aber zufrieden.












