Bermes/Thönnes/Engels neue Tabellenführer

Führungswechsel im Honda Civic Type-R-Cup. Beim fünften Lauf im Rahmen der Langstreckenmeister-schaft auf dem Nürburgring holten Norbert Bermes/Harald Thönnes/Marcel Engels (Willich/Mülheim-Kärlich/Willich) ihren zweiten Saisonsieg und damit die Tabellspitze vor Ralph-Peter Rink/Andreas Weiland (Frankfurt/Bad Vilbel), die sich diesmal mit Rang sechs begnügen mussten.

Bei strahlendem Sonnenschein und großer Hitze ging der Honda Civic Type-R-Cup mit einem Rekordstarterfeld von 16 Teams ins Rennen. Allerdings forderten Unfälle und Kollisonen an diesem Tag ihren Tribut. Zunächst hatten die Pole-Sitter Andre Krumbach/Jochen Krumbach (Eschweiler) das Renntempo diktiert. Rink/Weiland folgten mit Abstand, konnten aber zur Rennmitte aufschließen. Das Aus für Krum-bach/Krumbach hatte tragische Züge. Nachdem Rink/Weiland die Führung übernommen hatten, fiel an dem Wagen die Kupplung aus und Weiland konnte plötzlich nicht mehr schalten. Beim Versuch dem langsamen Auto auszuweichen, geriet das Krumbach-Auto neben die Strecke und flog heftig ab.

So siegten nach verhaltenem Beginn am Ende Bermes/Thönnes/Engels. Bermes: „Wir haben nicht mit so einem hohen Renntempo zu Anfang gerechnet und deshalb bei der Reifenwahl auf eine sichere Lösung gesetzt. Damit waren wir zunächst zu langsam.“ Knapp geschlagen folgten Werner Uetrecht/Florian Fricke (Stemwede/Nienstädt), die diesmal ihre angestammte Renntaktik über den Haufen warfen. Fricke: „Wir sind auf Angriff gefahren und haben mehr riskiert. Leider hat es nicht gereicht.“ Platz drei ging nach problemloser Fahrt an das Duo Michael Ecker/Uwe Unteroberdörster (Meerbusch/Lohmar). Ecker: „Das Auto ist einfach noch zu langsam. Wir wissen aber nicht genau warum.“

Zufriedene Gesichter bei den Mannschaften Roland Lotzmann/Bernd Hömberg (Bruchköbel/Plettenberg) und Dr. Joachim Steidel/Herbert von Danwitz/Marcel Hoppe (Recklinghausen/Tönisvorst/Lennestadt) über die Plätze vier und fünf. Danach folgten Rink/Weiland. Rink: „Ich fuhr die letzten zwei Stunden ohne Kupplung, was zunächst auch recht flott ging. Dann machte das Getriebe Schwierigkeiten, und ich musste die letzten Runden im vierten Gang fahren. Das war heute wahrscheinlich ein Streichresultat.“ Platz sieben für Michael Marsani/Olaf Neunkirchen/Jörg Klinkhammer (Hattingen/Köln/Krombach), die viel Zeit durch die Reparatur einer Antriebswelle verloren.

Direkt zu Beginn waren durch einen Dreher des DTM-Opels von Ralf und Andreas Schall die Civic von Hans Keutmann/Mark Giesbrecht/Frank Kuhlmann (Koblenz/Ganderkesee/Bramsche) und der österreichischen Neulinge Roman Hoffmann/Karl-Heinz Matzinger unverschuldet ins Aus geschickt worden. Später mussten auch noch Valerij Gorban (Kiew) und das Trio Bernd Schneider/Gerd-Michael Schumacher/Heinz-Peter Schumacher (Hagen/Euskirchen/Euskirchen) als Opfer von Kollisionen aufgeben. Nikolas Hardt/Martin Tschornia (Rösrath/Bestwig) rutschten auf Öl aus und Benn Berwanger/Kim Berwanger (beide Brücken) hatten Probleme mit Aussetzern.

Peter Venn/Dave Allan (Großbritannien) fuhren mit ihrem Gruppe-A-Civic von Fleper Motorsport in der SP3-Klasse auf Trainingsrang sieben. Im Rennen gaben die Briten kurz vor Schluss mit Triebwerksproblemen auf. Nicht ins Ziel kam auch Peter Gschwind (Oberurs) mit dem Gruppe-A-Civic von Rikli Motorsport.