Rink/Weiland übernehmen Tabellenführung

Ralph-Peter Rink/Andreas Weiland (Frankfurt/Bad Vilbel) waren die großen Gewinner des vierten Laufs zum Honda Civic Type-R-Cup im Rahmen der Langstreckenmeisterschaft auf dem Nürburgring. Mit Saisonsieg Nummer zwei übernahm das Duo die Führung in der Cupwertung und setzte sich auch an die Spitze der Langstreckenmeisterschaft. Dabei hatte es zunächst nicht nach dem Erfolg ausgesehen. Zwar übernahmen Rink/Weiland von Startposition zwei aus die Führung, doch durch einen verpatzten ersten Boxenstopp verlor das Team fast eine Minute. Dadurch gingen die Pole-Sitter Norbert Bermes/Harald Thönnes/Marcel Engels (Willich/Mülheim-Kärlich/Willich) in Front, mit Abstand folgten Nikolas Hardt/Martin Tschornia (Rösrath/Bestwig).

In der Folge bliesen Rink/Weiland zur großen Aufholjagd. Weiland: „Das Auto war perfekt. Wir konnten viel Druck machen und zügig wieder aufholen.“ Nach 23 Runden hatten sich Rink/Weiland wieder zurück an die Spitze gekämpft und siegten mit 2,368 Sekunden Vorsprung. Rink: „Ein tolles Rennen. Jetzt wollen wir unsere Spitzenposition in beiden Meisterschaften möglichst lange halten.“ Das knapp unterlegene Fleper-Team war ein fairer Verlierer. Bermes: „Wir hatten am Ende keine Chance, weil sie einfach schneller waren. Unser Setup war bei den teilweise nassen Bedingungen nicht optimal.“

Mit Rang drei waren schließlich auch Hardt/Tschornia zufrieden. Tschornia: „Ganz an die Spitze hat es nicht gereicht, aber wir sind heute ins Ziel gekommen.“ Insgesamt 15 Teams waren diesmal im Honda Civic Type-R-Cup am Start, 13 davon in der seriennahen Gruppe-N3-Klasse, die auch alle die Zielflagge sahen. Auf den nächsten Plätzen folgten Bernd Schneider/Gerd-Michael Schumacher/Heinz-Peter Schumacher (Hagen/Euskirchen/Euskirchen) und Werner Uetrecht/Florian Fricke (Stemwede/Nienstädt), denen wieder eine fehlerfreie Fahrt gelang. Dagegen war der Renntag von Andre Krumbach/Jochen Krumbach (Eschweiler) deutlich aufregender. Zunächst wurde nach einem Kupplungsschaden im Training der Motor aus- und wieder eingebaut. Im Rennen mussten kurz vor Schluss die Bremsbeläge gewechselt werden. Da Thorsten Kill (Siegen) nicht startete, wechselte Partner Uwe Unteroberdörster (Lohmar) zu Michael Ecker (Meerbusch) und belegte in der Tageswertung Rang acht. Bei Dr. Joachim Steidel/Herbert von Danwitz/Marcel Hoppe (Recklinghausen/Tönisvorst/Lennestadt) musste nach dem Training der Motor gewechselt werden, bei Valerij Gorbach (Kiew), der diesmal allein fuhr, brach im Rennen eine Bremsscheibe. Die letzten Plätze belegten Hans Keutmann/Mark Giesbrecht/Frank Kuhlmann (Koblenz/Ganderkesee/Bramsche) vor Roland Lotzmann (Bruchköbel/Lohra), dessen Copilot Nikolai von Prittwitz (Lohra) aufgrund einer Uniklausur passen musste, und Michael Marsani/Olaf Neunkirchen/Jörg Klinkhammer (Hattingen/Köln/Krombach), die ein umgelegter Notschalter viel Zeit kostete.

Die bisherigen Tabellenführer Peter Venn/Dave Allan (Großbritannien) fuhren mit ihrem Gruppe-A-Civic in der SP3-Klasse auf Trainingsrang sieben. Im Rennen verbesserten sich die Briten um einen Rang, doch durch Platz vier in der Tageswertung des Civic-Cups ging die Spitzenposition verloren. Erstmals dabei war Peter Gschwind (Oberurs) mit einem Honda Civic Type-R von Rikli Motorsport in der Klasse SP3. Nach einigen technischen Schwierigkeiten kam der Schweizer nicht in die Wertung.