Fleper weiter im Aufwind

Die Erwartungen an den Rennstall waren groß, die Hoffnung in der Mannschaft berechtigterweise ebenso. Nach dem großen Erfolg beim „33. Int. ADAC Zürich 24 Stunden Rennen“ vor vier Wochen hatte das Fleper-Team am vergangenen Samstag unter Beweis zu stellen, dass die Durststrecke der Vorsaison tatsächlich beendet ist.

Diesen Beweis führten die beiden Gruppe N-Trios Norbert Bermes (Willich) / Harald Thönnes (Mülheim-Kärlich) / Marcel Engels (Willich) mit der Pole Position und Dr. Joachim Steidel (Recklinghausen) / Herbert von Danwitz (Willich) / Marcel Hoppe (Lennestadt) mit dem zweiten Startplatz in ihren seriennahen 2 Liter-Tourenwagen bereits im morgendlichen Qualifikationstraining. Der dritte der giftgrünen Fleper-Honda Civic Type-R kam an diesem Wochenende nicht zum Einsatz am Nürburgring, da einer der beiden Piloten, Valeriy Gorban (Kiew), seinem parallelen Rallye-Engagement den Vorrang gegeben hatte und beim polnischen EM-Lauf antrat. Die Briten Peter Venn (Durham) und Dave Allan (Swindon) sollten die „36. Adenauer ADAC Rundstrecken-Trophy“ im schwarzen Civic Gruppe SP (verbesserte Tourenwagen) von der zehnten Position in der mit 22 Fahrzeugen am stärksten bestückten Klasse antreten.

Im Rennen, das unter besten Witterungsbedingungen am Samstagmittag aufgenommen wurde, steckten sowohl Thönnes als auch Hoppe in der hitzigen Startphase zurück, um sich in strategisch komfortablerer Schlagdistanz einzurichten. Unglücklicherweise wurde Hoppe in eine Kollision mit dem Startfahrer des Honda-Trios Schneider / Schumacher / Schumacher verwickelt und anschließend auf den sechsten Platz verwiesen. Den konnten Dr. Steidel und, im dritten Stint, auch von Danwitz halten. Bermes, der das Cockpit von Thönnes übernommen hatte, kämpfte unterdessen mit zunehmendem Untersteuern. Als dann am Auto der Gruppensieger des 24 Stunden Rennens neben einem zusätzlichen Reifen- auch noch ein Bremsbelagwechsel nötig wurde, konnte der zwischenzeitlich zweite Rang dank der professionell schnellen Arbeit der Boxencrew und der Bemühungen von Engels im letzten Rennviertel gesichert werden.

Einen problemlosen Durchmarsch vor den rund 20.000 Zuschauern um den fast 25 Kilometer langen Eifel-Kurs erlebten hingegen Allan und schließlich Venn, die nur einen Boxenstop zum Auftanken und Reifenwechsel einlegen mussten.

Gegen die starke Konkurrenz behaupteten sie letztlich Rang drei, womit die Engländer ihre nach dem 24 Stunden-Marathon errungene Tabellenführung verteidigten. Bermes / Thönnes / Engels schieben sich in der Cup-Tabelle auf Rang drei vor, Gorban / Yanchukov liegen dank ihres „Punkte-Polsters“ trotz Nicht-Teilnahme noch auf Position sieben und Dr. Steidel / von Danwitz / Hoppe sind gegenwärtig Achte.

Teamsprecher Manuel Fleper: „Das war ein rundum gelungenes Wochenende. Wir haben das vorhandene Potenzial umgesetzt und werden die derzeit noch bestehenden Schwierigkeiten mit Reifen und Bremse sicher bald ausräumen. Ohne sie hätte heute wohl auch einem Sieg in der Gruppe N nichts im Weg gestanden.“