Fleper Motorsport kann 2005 wieder siegen

Beim lang ersehnten Saisonauftakt zu „BFGoodrich Langstreckenmeisterschaft“ und „Honda Civic Type-R Cup“ am vergangenen Wochenende wurde das Sauerländer Team Fleper Motorsport gleich vierfach gefordert:

Das Trio Norbert Bermes (Willich) / Harald Thönnes (Mülheim-Kärlich) / Marcel Engels (Willich) konnte den ersten Fleper-Honda auf dem zweiten Startplatz der seriennahen Gruppe N bis 2000 Kubikzentimeter hinter den Polesettern André und Joachim Krumbach (beide Eschweiler) positionieren. Während Dr. Joachim Steidel (Recklinghausen) / Herbert von Danwitz (Tönisvorst) / Marcel Hoppe (Lennestadt) mit dem zweiten giftgrünen Boliden den siebten Rang der Startaufstellung erreichte, bildeten die Team-Newcomer Valeriy Gorban (Kiew) / Sergiy Yanchukov (Moskau) vorerst das Schlusslicht der mit 14 Fahrzeugen mäßig stark besetzten Klasse. Die Briten Peter Venn (Durham) / Dave Allan (Swindon) ergatterten mit dem schwarzen Fleper/E.L.R. Gruppe SP – Civic die achte Position der immerhin mit 28 Fahrzeugen am stärksten vertretenen Hubraumklasse.

Vom Start weg setzte sich die Crew Bermes / Thönnes / Engels in der Spitzengruppe fest und war trotz großer Reifenprobleme ab Rennmitte in Schlagdistanz zu den führenden Krumbach-Brüdern, die ihrerseits wegen eines Bremsdefekts schließlich dem Druck nicht mehr standhalten konnten. Hoppe hatte unterdessen als Startfahrer der zweiten Crew das Mittelfeld zunächst ordentlich aufgemischt – bis er in der dritten Runde das Rennen mit einem Motorschaden im Streckenabschnitt „Pflanzgarten“ prompt beenden musste. Die Fleper-Speerspitze konnte in Runde 17 die Führung übernehmen, um sich sodann ein packendes Duell mit ihren Verfolgern Hardt / Tschornia zu leisten. Doch nach dem letzten der drei Boxenstops kehrte der giftgrüne Japaner mit Engels am Steuer bereits nach einer absolvierten Runde im letzten Rennabschnitt an die Box zurück: Bremsversagen. Dank der gewohnt professionellen Arbeit der Technik-Mannschaft reichte es – nach einem Wechsel der gesamten vorderen Bremsanlage in Rekordzeit – noch zu Rang sieben. Gorban / Yanchukov beendeten ihre erste Veranstaltung im Dienst des Rennstalls von Johannes Fleper auf dem neunten Rang, nachdem sie infolge eines Fahrfehlers fast zehn Minuten im Kiesbett gestanden hatten. Versöhnlicher erging es den beiden Briten, die trotz starker BMW-Werkskonkurrenz in der Gruppe SP nach routinierter Fahrt Vierte wurden.

„Dieses Rennen hat zwar in der Summe nicht das Ergebnis gebracht, das wir uns gewünscht hatten. Aber wir wissen nun, wo wir stehen, und dass Fleper Motorsport 2005 definitiv wieder um den Sieg mitfahren kann. Deshalb glaube ich fest daran, dass es uns gelingen wird, unsere Saisonziele zu realisieren“, urteilt Pressesprecher Manuel Fleper über den Ausgang des vierstündigen Marathons, der zugleich als „Generalprobe“ für das „33. Int. ADAC Zürich 24 Stunden Rennen“ vom 5. bis 8. Mai auf der Nürburgring Nordschleife gilt.

Bei dem Mega-Marathon, der mit seinem Rahmenprogramm als das größte Rennspektakel der Welt gilt, werden in diesem Jahr rund eine Viertelmillion Zuschauer erwartet. Erneut fließen die Resultate der „24 Stunden“ mit doppelter Punktzahl in die Tabelle des Honda-Markenpokals ein. Damit kommt ihnen im Hinblick auf die Meisterschaft eine echte Schlüsselrolle zu – für Fleper Motorsport die Verpflichtung, alle vier Fahrzeuge aus der Langstreckenmeisterschaft einzusetzen. „Das ist für unser Team eine gewaltige, bislang nie da gewesene Herausforderung“, meint Fleper. „Aber uns freut sehr, dass wir dabei auf die moralische Unterstützung unserer Fans bauen können. Da sollten Spitzenresultate drin sein“.